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Mainz: Jugendverband REBELL spricht auf 1.-Mai-Demonstration

Mainz: Jugendverband REBELL spricht auf 1.-Mai-Demonstration
1. Mai 2016 in Mainz (rf-foto)

Wiesbaden (Korrespondenz), 03.05.16: In Mainz demonstrierten bei der internationalistischen 1. Mai-Demonstration über 250 Menschen. Hier die Rede des REBELL Wiesbaden:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 1. Mai Demonstration, heute ist der internationale Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse. Weltweit gehen heute Millionen Menschen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und für eine lebenswerte Zukunft auf die Straße. Der Jugendverband REBELL freut sich, auch in Mainz gemeinsam im Bündnis den 1. Mai mit einer kämpferischen und internationalistischen Demonstration zu begehen.

Die deutsche Regierung rückt immer weiter nach rechts. Sie steht für kriminelle Deals mit dem Erdogan-Regime in der Türkei und für eine rassistische Flüchtlingspolitik. Diese Politik trägt die Verantwortung für hunderte Tote im Mittelmeer und für unerträgliche Zustände in den Flüchtlingscamps an der EU-Außengrenze. Es wird Zeit, der Regierung die passende Antwort zu geben. Wir müssen in der jetzigen polarisierten Gesellschaft Position beziehen, gegen faschistoide Kräfte wie die AfD und gegen die reaktionäre Regierungspolitik. Nicht Flüchtlinge müssen bekämpft werden, sondern der Kapitalismus.

Hier gibt es gute Ansätze: In den Tarifauseinandersetzungen beleben sich gewerkschaftliche und selbstständige Aktivitäten der Arbeiterklasse. Gegen den AfD-Parteitag in Stuttgart gehen tausende Menschen auf die Straße. Fast hunderttausend Menschen protestierten kämpferisch gegen TTIP. Tausende Studierende, Schülerinnen und Schüler streikten gegen Rassismus und für Flüchtlingssolidarität.

Wir dürfen uns aber nicht mit einzelnen Reformen zufrieden geben. Um die Ursachen von Flucht, Armut, Ausbeutung und Unterdrückung zu beseitigen, kämpfen wir für eine sozialistische Gesellschaft. Erst in einer sozialistischen Welt werden die Völker friedlich und zum gegenseitigen Nutzen zusammen leben und arbeiten.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten eine den Herrschenden überlegene Kraft werden. Deshalb müssen wir uns zusammenschließen und organisieren. Dabei kämpfen wir gemeinsam, egal wo jemand herkommt. Die Grenze verläuft nicht zwischen Nationalitäten, sondern zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, zwischen Unterdrückern und Unterdrückten.

Ich möchte mit dem Kommunistischen Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels schließen. Diese Losung hat nichts an Aktualität verloren: 'Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!'"