Politik

Düsseldorf stellt sich quer am 8. Mai 2016

Düsseldorf stellt sich quer am 8. Mai 2016
Antifaschistisches Transparent am DGB-Haus in Düsseldorf, wo die faschistische Demo starten sollte (foto: "Düsseldorf stellt sich quer")

Düsseldorf (Korrespondenz), 09.05.16: Ausgerechnet am 8. Mai – dem Jahrestag des Sieges über den Faschismus – wollten sich türkische Nationalisten - Kräfte, die MHP und den Grauen Wölfen zugerechnet werden - vor dem DGB-Haus zu ihrem Aufmarsch treffen. Von der angekündigten Großdemo war nicht viel übrig geblieben. Das antifaschistische Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" konnte zu seiner Protestdemo (trotz entscheidendem Fortuna-Spiel) etwa das Fünffache an Teilnehmern mobilisieren.

Mit einem großen Polizeiaufgebot wurden die Demonstranten auf Abstand gehalten. Viele Kundgebungsredner und -rednerinnen richteten sich gegen die Merkel-Regierung und die EU und deren Unterstützung für Staatspräsident Erdogans Großmachtkurs mitsamt seiner Unterdrückung und dem Krieg gegen die Kurden. Die behauptete Gegnerschaft der Regierungen gegen den IS wird dadurch unglaubwürdig. Unter den Kundgebungsrednern waren auch Vertreter von ATIF und MLPD. Der MLPD-Redebeitrag mündete in dem Hinweis auf die ICOR mit ihrem Kampftag 8. Mai und die strategische Überlegenheit des proletarischen Internationalismus gegen die spalterische nationalistische Hetze. Mehrere Redebeiträge informierten über den Prozessbeginn am 12.05.2016, der sich aufgrund des Paragrafs 129b StGB gegen Ahmet Celik richtet und forderten die sofortige Aufhebung des PKK-Verbots.