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ICOR-Kampftag gegen Faschismus und Krieg in Berlin-Treptow

ICOR-Kampftag gegen Faschismus und Krieg in Berlin-Treptow
Statue auf dem Ehrenmal (foto: Denis Apel Stardado (CC BY-SA 2.0.de))

Berlin (Korrespondenz), 11.05.16: Viele tausend Menschen kamen in Berlin am 8. und 9. Mai zum Gedenken an den Tag der Befreiung und des Sieges über den Hitler-Faschismus zum beeindruckenden sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park. Darunter auch unzählige Familien aus der ehemaligen Sowjetunion. Den ganzen Tag über bis in den Abend hinein gab es einen fast ununterbrochenen Zustrom von Menschen. Verschiedene Musikgruppen spielten.

Für den 9. Mai, der traditionell stärker besucht ist, hatte die MLPD Treptow- Köpenick eine Kundgebung angemeldet und organisiert. Sie war Bestandteil der Aktivitäten der Internationalen Koordinierung Revolutionärer Parteien und Organistionen (ICOR) an dem internationalen Kampftag gegen Faschismus und Krieg. Daran beteiligten sich auch die Berliner Montagsdemo und Mitglieder des Frauenverbandes Courage.

Ein Vorprogramm der Musikgruppe Nümmes sorgte ab 17 Uhr für Aufmerksamkeit. Dabei wurde auch das Rebellische Musikfestival am Pfingstwochenende in Truckenthal bekannt gemacht. Parallel fand im Eingangsbereich des Ehrenmals ein von der VVN und verschiedenen anderen antifaschistischen Kräften organisiertes Fest des Sieges statt, das bis in den Abend ging.

Die MLPD war mit einem Büchertisch und mit Fahnen inmitten des Ehrenmals unübersehbar präsent. Auf ihrer Kundgebung ab 17.30 Uhr sprach für die MLPD Dieter Ilius. In seiner von zahlreichen Menschen aufmerksam verfolgten Ansprache schlug er eine Brücke von der historischen Bedeutung dieses Tages zu der allgemeinen Krisenhaftigkeit des kapitalistischen Weltsystems heute, die wachsende gesellschaftliche Polarisierung und die revolutionäre Alternative des Sozialismus. Dabei setzte er sich auch offensiv mit den antikommunistischen Attacken auf Stalin auseinander. "Das sowjetische Ehrenmal hier bei uns in Treptow ist nicht nur ein Ehrenmal für die Rote Armee. Es ist untrennbar verbunden mit dem Namen von Josef Stalin und eine Würdigung seines Wirkens bei der Befreiung der Völker Europas und der Welt vom Faschismus."

Darüber gab es lebhafte, auch kontroverse Diskussionen. Ein Vertreter der Montagsdemo beendete seinen Beitrag mit den Worten: "Auch wir Montagsdemonstranten fordern das sofortige Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen und ihrer Propaganda." ...