Umwelt

13.01.16 - Plastik in Makrelen und Kabeljau gefunden

Biologen vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven weisen in einer Studie an Fischen aus Nord- und Ostsee nach, dass sich in Mägen von Seefischen und Meeresschnecken Mikroplastik befindet. Mikroplastik nennt man die nur wenige Millimeter großen Partikel, in die der Plastikmüll zerfällt, der die Weltmeere vergiftet. Makrelen verschlucken wegen ihrer Lebensweise an der Meeresoberfläche mehr Plastik als Fische, die in Meeresbodennähe leben. Dass das "Fressverhalten" der Fische die Ursache für ihre giftige Fehlerernährung sei, wie in vielen Medien berichtet, ist jedoch Unsinn. Kein Fisch käme auf die Idee, Plastik zu fressen, wenn die Weltmeere nicht systematisch vermüllt würden. Welche Auswirkungen die Entwicklung auf die weitere Nahrungskette hat, ist noch wenig erforscht.