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Amnesty International klagt Rolle der Türkei in der Flüchtlingspolitik an

Amnesty International klagt Rolle der Türkei in der Flüchtlingspolitik an
Syrische Flüchtlinge an der türkischen Grenze (foto: screenshot)

Berlin (Korrespondenz), 11.01.16: In einem aktuellen Bericht mit dem Titel „Europas Torwächter“ klagt Amnesty International die Flüchtlingspolitik der Türkei als „unmenschlich“ an. So habe die Türkei hunderte Flüchtlinge festgenommen und in Haftzentren gebracht.

Die Erdogan-Regierung stellt die Menschen „vor eine unmenschliche Wahl: Entweder sie bleiben auf eine unbestimmte Zeit in Haft oder sie kehren in ihre Heimatländer Syrien und Irak zurück, wo ihnen Verfolgung, Folter und Tod drohen“, heißt es in dem Bericht.

Bei den sechs geplanten Aufnahmezentren für Flüchtlinge, welche die Türkei im Rahmen des neuen Aktionsplanes mit EU-Mitteln errichten will, handelt es sich laut Amnesty International „in Wahrheit um Haftzentren“. Es ist kein Wunder, dass seitens der Bundesregierung dazu kein kritisches Wort zu hören ist. Schließlich ist dieses Vorgehen genau dass, was zwischen der deutschen Merkel-Regierung und der Erdogan-Regierung in der Türkei abgestimmt ist.