Sozialismus

Zehntausende demonstrierten in Paris zum Gedenken an kurdische Revolutionärinnen

Zehntausende demonstrierten in Paris zum Gedenken an kurdische Revolutionärinnen
Die große Demonstration in Paris und die Teilnehmer der MLPD (foto: AFN/rf-foto;Montage: rf-news))

Paris (Korrespondenz), 12.01.16: Am 9. Januar 2013 waren in Paris die drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansiz – Gründungsmitglied der PKK, Fidan Dogan – Repräsentantin des Kurdischen Nationalkongresses KNK und Leyla Saylemez - Aktivistin der kurdischen Jugendbewegung, im kurdischen Verein hingerichtet worden.

Zehntausende haben am Samstag, 9. Januar 2016, in der französischen Hauptstadt Paris dagegen demonstriert. Bis heute ist dieses Verbrechen nicht aufgeklärt. Es gibt keinerlei Zweifel mehr, dass der türkische Geheimdienst hinter diesen Morden steckt. Auch von der französischen Regierung sind bisher keine entscheidenden Schritte zur Aufklärung getan worden. Das ganze Vorgehen richtet sich gegen den kurdischen Befreiungskampf, der seit der demokratischen Revolution in Rojava im Juli 2012 große Fortschritte macht.

Zehntausende aus ganz Europa kamen nach Paris geströmt, um sich der Demonstration vom Gare Du Nord unter dem Motto „Em Edalet Dixwezin – Wir fordern Gerechtigkeit“ anzuschließen. Auf der Abschlusskundgebung sprachen der Kongra-Gel Ko-Vorsitzende Remzi Kartal, KCK-Exekutivratsmitglied Zübeyir Aydar, die KCD-E Ko-Vorsitzende Delsha Osman und Murat Ceylan, sowie Vertreter kurdischer Organisationen, kommunistischer und sozialistischer Parteien.

Die MLPD war mit einer Delegation vertreten, forderte ebenso die lückenlose Aufklärung der Morde und die Bestrafung der Verbrecher und warb für die Teilnahme an der Weltfrauenkonferenz in Nepal im kommenden März. Das Transparent mit der Forderung „Hände weg von Rojava, Freiheit für Kurdistan, sofortige Aufhebung des PKK-Verbotes und Freiheit für Abdullah Öcalan“ stieß auf große Zustimmung und war beliebtes Fotomotiv.