Politik

Essen: Antifaschisten zeigen Flagge gegen Pegida

Essen (Korrespondenz), 11.06.16: Bereits zum dritten Mal rief der Pegida-Ableger "Essener gegen Politikwahnsinn" am 8. Juni zu einer Kundgebung mit "Spaziergang" in der Essener Innenstadt auf. Ein breites Bündnis von ca. 350 Antifaschisten zeigte dagegen Flagge und störte sie erheblich.

Durch eine geschickte Taktik gelang es erstmals, in unmittelbare Nähe ihrer Kundgebung zu kommen. Nur durch eine Reihe von Polizeifahrzeugen getrennt, zeigten sie den etwa 25 angereisten Faschisten, was sie von ihnen halten.

Diese waren sichtlich genervt durch die ausdauernden, lautstarken kämpferischen Parolen und den kreativen Lärm. Er machte ein Verfolgen ihrer Redebeiträge und Gesangsversuche nahezu unmöglich. Sie waren total in der Defensive und versuchten, "argumentativ" gegenzuhalten. Als das auch nicht fruchtete, provozierten sie und stellten mit Hilfe der Polizei Anzeigen wegen Beleidigung, während Antifaschisten Probleme hatten, Anzeigen bei der Polizei aufnehmen zu lassen.

Es ist damit gelungen, den Faschisten eine Niederlage beizubringen und den antifaschistischen Protest zu festigen.  Dazu hat die MLPD Essen aktiv beigetragen. Beraten und koordiniert wurde dies im breiten Bündnis "Essen stellt sich quer".

Sollten die faschistoiden und faschistischen Pegida-Kräfte weiterhin versuchen, sich in Essen zu etablieren, muss es mit einer wesentlich größeren Zahl von Gegendemonstranten gelingen, sie mit dem kämpferischen und kreativen Wind aus der Stadt zu pusten.