Politik

WDR-Beitrag verharmlost das kapitalistische System

WDR-Beitrag verharmlost das kapitalistische System
Josef Stalin und Mao Zedong als Schreckgespenster? Der WDR verbreitet antikommunistische Propaganda als "Aufklärung" (foto: Gemeinfrei; Zhang Zhenshi/http://www.flickr.com/photos/richardfisher/3451116326//CC BY 2.0;montage rf-news)

Duisburg (Korrespondenz), 09.06.16: Zunehmend mehr Menschen suchen nach einer gesellschaftlichen Perspektive. Der WDR zeigt sich in der aktuellen Reihe "Planet Wissen" als strikt antikommunistisch. Nicht nur, dass Zerrbilder von Stalin und Mao gezeichnet und sie mit Hitler gleichgesetzt werden, im Beitrag "Kapitalismus am Ende" vom 31. Mai wird auch noch der Kapitalismus verharmlost.

Ulrike Hermann, Wirtschaftskorrespondentin der tageszeitung und Studiogast des Abends meint, der Ressourcenverbrauch durch ständiges Wachstum und die Umweltzerstörung führten zum Ende des “totalitären” Kapitalismus. Nach dessen Zusammenbruch würden möglicherweise wieder steinzeitähnliche Zustände eintreten. Alternativen wie Sharing Economy oder ökologische Kreislaufwirtschaft seien momentan nicht zu entwickeln, weil “wir alle so sehr Teil dieses Systems“ sind. Und, weil von den 15.400 Wirtschaftswissenschaftlern in Deutschland kein einziger erforscht, wie der Kapitalismus transformiert werden kann. Sie wünscht sich “einen starken Staat, mehr Regulierung und höhere Löhne“.

Es ist unmöglich, es zu transformieren, wenn 500 internationale Übermonopole eine weltweite Vernichtungsschlacht um Maximalprofit führen, dazu noch unsere Lebensgrundlagen zerstören und Regierungen und Staaten als ihre Dienstleister nutzen. Hier funktioniert keine Transformation, sondern nötig ist eine Revolution mit Kurs auf ein echtes sozialistisches Wirtschaftssystem. Ulrike Hermann vermisst Ideen, wie man den Übergang in ein anderes Wirtschaftssystem schaffen könne. Dass MLPD und die ICOR heute schon einen neuartigen hoffnungsvollen Weg dahin beschreiten, dies ist ihrer antikommunistischen Blindheit entgangen.