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Grup Yorum: Türkischer Faschist attackiert DKP-Vorsitzende

Grup Yorum: Türkischer Faschist attackiert DKP-Vorsitzende
Das bisherige Konzertplakat (grafik: Grup Yorum)

14.06.16 - Die fortschrittliche Musikgruppe Grup Yorum kämpft mit Unterstützung von Freunden der DKP Gladbeck und der MLPD weiter darum, ihr Festival am 18. Juni in Gladbeck durchführen zu können. (siehe rf-news vom 27.05, 01.06 und 11.06.) Seit über einer Woche protestieren sie mit einer Mahnwache vor dem Gladbecker Rathaus.

Das Festival, das unter dem Motto „Eine Stimme – ein Herz gegen Rassismus“ stehen sollte, wird aktuell von der Gladbecker Stadtbürokratie, der Polizei und dem Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ verboten. Dagegen hat sich in Gladbeck eine breite Solidarität unter der Bevölkerung entwickelt. Es gelang Grup Yorum durch Gespräche mit den Vereinen türkischer Moscheen, eine geplante Demonstration gegen das Konzert von Grup Yorum abzuwenden. Diese war von Leuten der türkischen Regierungspartei AKP betrieben worden. Die Musiker erklärten den Vereinen, dass sie eine revolutionäre Bewegung, aber keine Terroristen sind. Daraufhin nahmen diese Abstand von der geplanten Gegendemo. Das war ein großer Erfolg im Kampf um die demokratischen Rechte! Dennoch griff dann am Freitagabend ein türkischer Faschist die örtliche DKP-Vorsitzende, die die Gruppe unterstützt, an.

Dazu Christiane Link, Kreisvorsitzende der MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck-Bottrop auf der Gelsenkirchener Montagsdemo vom 13. Juni: „Am Freitagabend, 10. Juni, gab es eine Personenattacke auf die Kreisvorsitzende der DKP, Antje Potratz. Sie wurde auf dem Nachhauseweg von einem rechten Türken angegriffen und niedergeschlagen. Sie musste ins Krankenhaus. ... Unsere volle Solidarität gilt ihr, der DKP in Gladbeck und Grup Yorum. Ich möchte Euch alle einladen, an der geplanten Kundgebung am Samstag, 18. Juni, auf dem Gladbecker Festplatz an der Horster Straße, wo die Gruppe auch spielen wird, teilzunehmen." Die MLPD wird dort mit einem Kundgebungsbeitrag und einem Stand vertreten sein, ebenso der Jugendverband REBELL