Politik

Hannover: "Bootshaus84" lädt AfD aus!

24.06.16 - Das solidarische Netzwerk "Aktiv gegen Rassismus" in Hannover begrüßt es, dass der Pächter der Gaststätte "Bootshaus84" der AfD keine Räume zur Verfügung stellt. Eine angekündigte AfD-Veranstaltung in Linden-Süd zum Kommunalwahlkampf fiel daher aus. Vorausgegangen war ein offener Brief des solidarischen Netzwerks "Aktiv gegen Rassismus" am Dienstag an den Pächter der Gaststätte, worauf dieser die AfD auslud.

"Wir begrüßen die eindeutige Positionierung gegen die AfD. Eine Partei, die rassistische, antifeministische und homophobe Stimmungsmache betreibt. Um für diese Inhalte keinen Raum zu lassen, braucht es Engagement und eine klare Position. Beides war in diesem Fall vorhanden", freut sich ein Sprecher des Netzwerks über die Absage für die AfD.

AfD und ihre Jugendorganisation hatten in der Vergangenheit bereits mehrmals Räume in der Gaststätte angemietet. Der erste Rausschmiss erfolgte im November 2015, als die Partei eine Veranstaltung mit dem NRW-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell ankündigte. Pretzell war mit der Forderung nach dem Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge bundesweit in den Schlagzeilen gewesen.

Zum erneuten Versuch führt der Sprecher von "Aktiv gegen Rassismus" aus: "Die Veranstaltung heute war schon fast konspirativ organisiert. Besucher/-innen wurden darauf hingewiesen, in der Gaststätte nicht nach der AfD zu fragen. Eine zweifelhafte Praxis für eine Partei, die sich immer wieder als besonders rechtstaatlich inszenieren will."

Aktivistinnen und Aktivisten des Netzwerks hatten im März 2016 eine AfD-Pressekonferenz "übernommen" und am vergangenen Wochenende einen Infostand der Partei in der Innenstadt von Hannover eingemauert. Bis zu den Kommunalwahlen kündigt "Aktiv gegen Rassismus" weitere Aktionen gegen rassistische Positionen im Wahlkampf an.

"Uns geht es um eine Gesellschaft, in der es niemandem schlecht gehen muss. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft, in der Neonazis, PEGIDA, AfD und wie sie alle heißen, keine Chance haben. Das werden wir auch im Wahkampf deutlich
machen"
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