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Marrakesch: Politische Gefangene im Hungerstreik

Marrakesch: Politische Gefangene im Hungerstreik

24.06.16 - Myriam Amani, politische Gefangene im Gefängnis von Marrakesch, ist vom 23. Juni bis zum 25. Juni 2016 in einen 48-stündigen Hungerstreik getreten, um ihre gerechten und legitimen Forderungen durchzusetzen.

Sie war am 19. Juni 2016 nach der Demonstration der Stipendiaten, die die ihnen zustehenden Fördergelder einforderten, mit zwölf ihrer Kampfgefährten verhaftet worden. Seitdem sind diese politischen Gefangenen unter unmenschlichen und entwürdigenden Bedingungen in zwei Gefängnissen von Marrakesch eingesperrt, in Boulmherz und Oudaya. Sie sind täglichen Demütigungen, Ausschreitungen, physischer und moralischer Gewalt der Gefängnis-Wärter und -Direktoren ausgesetzt. Die elementarsten Rechte werden ihnen verweigert, wie das Recht, ihr Studium weiter zu führen, Zugang zu Büchern der Bibliothek zu bekommen, auf korrekte Grundernährung, Gesundheit und anständige Hygiene und das Recht auf Familienbesuche.

So werden Menschen in einem von der deutschen Bundesregierung als "sicheres Herkunftsland" eingestuften Staat behandelt, die um ihre elementaren Rechte kämpfen!

Aus all diesen Gründen führt die Genossin diesen 48-Stunden-Hungerstreik durch, der verlängert und in einen unbegrenzten Hungerstreik ausgedehnt werden kann, falls auf ihre Forderungen keine positive Antwort und Wiederherstellung ihrer Rechte erfolgen.

Das Aktionskomitee zur Unterstützung für die Kämpfe des marokkanischen Volkes, das diese Mitteilung für die internationale demokratische Öffentlichkeit übersetzt hat, fordert:

  • Verstärkung des Widerstands in den Kerkern der marokkanischen Reaktion
  • Sofortige bedingungslose Befreiung der Gruppe um Myriam Amani
  • Freiheit für alle politischen Gefangenen in Marokko!