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Viel Interesse und Anteilnahme für kurdische Mahnwache in Düsseldorf

Viel Interesse und Anteilnahme für kurdische Mahnwache in Düsseldorf
Kurdische Mahnwache in Düsseldorf im Juni 2016 (rf-foto)

Düsseldorf (Korrespondenz), 30.06.16: Insgesamt zehn Tage dauern die Mahnwachen, die kurdische Organisationen in vielen Städten - Köln, Berlin, Bremen, Hannover und andere - täglich jeweils acht bis zehn Stunden lang durchführen. Gestern war der neunte Tag. Die Mahnwachen machen auf den Krieg aufmerksam, den das faschistoide Erdogan-Regime gegen das kurdische Volk und seinen Befreiungskampf vom Zaun gebrochen hat und der bis heute blutige Opfer fordert.

Protestiert wird gegen die Verfolgung und Inhaftierung kurdischer Führer, fortschrittlicher und revolutionärer Politiker wie aus den Reihen der HDP und gegen die weitgehende Einschränkung demokratischer Rechte und Freiheiten. Die brutale Polizeigewalt trifft nicht nur kurdische Menschen, sondern auch Arbeiter, die Frauenbewegung, die Bewegungen der Schwulen und Lesben usw.

Vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof haben die Freundinnen und Freunde von Navenda Kurda ihren Informationspavillon aufgebaut, verteilen Flugblätter, kommen mit den Menschen ins Gespräch. Sie berichten von Anteilnahme und Interesse an ihren Anliegen. Immer wieder bleiben Menschen stehen, trotz vieler heftiger Regengüsse in den letzten Tagen.

Es gab auch einige wenige feindliche aggressive Reaktionen von türkischen Jugendlichen, bei denen die Erdogan-Propaganda vom "notwendigen Krieg" gegen den Terror der PKK verfängt. Gegen solche Anfeindungen gab es aber immer Unterstützung seitens der Passanten. Heute finden die letzten Mahnwachen statt.