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“Kobanê muss dringend das völkerrechtlich verbriefte Recht auf humanitären Zugang gewährt werden“

“Kobanê muss dringend das völkerrechtlich verbriefte Recht auf humanitären Zugang gewährt werden“

19.01.16 - Zu dieser Forderung hat der Vorsitzende des Solidaritäts- und Fördervereins „Gesundheitszentrum Kobanê“, Frank Jasenski, folgende Presseerklärung veröffentlicht:

„Die syrischen Städte Madaja, al-Fura und Kefraja sind durch die Belagerung durch die syrische Armee und durch den IS von der Außenwelt abgeschlossen. 400.000 Menschen droht der Tod durch Hunger und fehlende medizinische Versorgung. Humanitären Helfern und Gütern muss umgehend der Zugang zu den belagerten Städten ermöglicht werden. …

Der Verein 'Gesundheitszentrum Kobanê' weist darauf hin, dass auch die autonome Region Rojava in Nordsyrien von dieser Belagerung betroffen ist und dringend einen Zugang für humanitäre Helfer braucht. Dieser wird von der türkischen Regierung seit Monaten verweigert und die Region einschließlich der Stadt Kobanê immer rigider von jeglicher Hilfslieferung abgeschnitten. Humanitären Helfern, wie dem deutschen Jörg Weidemann aus Recklinghausen und einem weiteren humanitären Helfer, die dort einen ehrenamtlichen Aufbaueinsatz für das Gesundheitszentrum machen, wird sogar seit Wochen die Rückreise über die Türkei nach Deutschland verweigert. Beim versuchten Grenzübertritt Anfang Januar wurde Jörg Weidemann von türkischen Militärs misshandelt, verletzt und zur Rückkehr nach Kobanê gezwungen. Die 'ARD-Tagesthemen' vom 12. Januar haben darüber berichtet. Diese Politik wird von der Bundesregierung in empörender Weise mitgetragen. Auch der Region Rojava und der Stadt Kobanê muss dringend das völkerrechtlich verbriefte Recht auf humanitären Zugang gewährt werden.“