International

ICOR fordert: Sofortiges Ende des Embargos gegen Rojava und der Blockade Indiens gegen Nepal!

ICOR fordert: Sofortiges Ende des Embargos gegen Rojava und der Blockade Indiens gegen Nepal!

22.01.16 - Die revolutionäre Weltorganisation ICOR (International Coordination of Revolutionary Parties & Organizations) fordert in einer Resolution das sofortige Ende des Embargos gegen Rojava (Westkurdistan/Nordsyrien) und der Blockade Indiens gegen Nepal. Sie ruft zu weltweiten Protesten gegen den Versuch imperialistischer und reaktionärer Kräfte, die Erfolge im Kampf um Freiheit und Demokratie in Rojava und Nepal dadurch zu ersticken auf.

Weiter heißt es in der Resolution: "In Nepal wurde 2006 nach über 200 Jahren die Monarchie gestürzt. Am 20. September 2015 konnte eine fortschrittliche Verfassung einer laizistischen föderativen und demokratischen Republik verabschiedet werden. Sie beinhaltet demokratische und Frauenrechte, den Schutz von Minderheiten usw. Seitdem wird das Land mit einer gewaltsam durchgesetzten Wirtschaftsblockade von der indischen Modi-Regierung und reaktionären Führern der in Nepal lebenden Volksgruppe der Madeshis erpresst. Es fehlen Petroleum, Gas zum Kochen, zunehmend Lebensmittel und immer drängender Medikamente. Das öffentliche Leben bricht zusammen. Im Land der 2. Weltfrauenkonferenz im März 2016 übertreffen die Folgen für die Bevölkerung bereits die des vorhergehenden Erdbebens. Es ist skandalös, dass über diese humanitäre Katastrophe in den bürgerlichen Medien der Mantel des Schweigens gehüllt wird.

In Rojava hat 2012 die demokratischen Revolution einen wichtigen Sieg errungen. Sie erkämpfte weitgehende Frauenrechte, erwirkte soziale Verbesserungen, betonte die ökologische Frage und tritt jeder nationalen und religiösen Diskriminierung entgegen. Im Januar 2015 wurden in der 134 Tage währenden Schlacht um Kobanê die faschistischen IS-Mörderbanden durch den kurdischen Befreiungskampf im Bündnis mit anderen Volksgruppen besiegt. Weder militärische Attacken der Türkei noch faschistische Massaker des IS konnten den Wiederaufbau des zu 80 Prozent zerstörten Kobanês aufhalten. Am 20. November wurde das von 177 ICOR-Brigadisten aus elf Ländern zusammen mit der Bevölkerung erbaute Sozial- und Gesundheitszentrum an die Selbstverwaltungsorgane von Kobanê übergeben. 170.000 Flüchtlinge sind im letzten Jahr wieder nach Kobanê zurückgekehrt, um am Wiederaufbau teilzunehmen und die demokratische Revolution zu Ende zu führen.

Die Imperialisten und Reaktionäre, allen voran die türkische Erdogan-Regierung, versuchen mit einem diplomatischen, politischen, militärischen, wirtschaftlichen und humanitären Embargo den Wiederaufbau von Kobanê und Rojava zu erdrosseln. ..."

Die Resolution in voller Länge mit den bisherigen Unterzeichnern finden Sie hier