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Stimmungsmache gegen "die Kurden" in bürgerlichen Medien – was steckt dahinter?

Stimmungsmache gegen "die Kurden" in bürgerlichen Medien – was steckt dahinter?
Irakisch-kurdische Peschmerga in der Nähe von Kirkuk (Foto: Boris Niehaus (CC BY-SA 3.0))

22.01.16 - Kaum hatte "amnesty international" am 20. Januar einen Report über die angebliche Zerstörung von zehn Ortschaften mit arabischer Bevölkerung im Nordirak auf seiner Homepage veröffentlicht, wurde die Meldung von sämtlichen bürgerliche Medien verbreitet. Ohne genaue Prüfung der Vorwürfe wurde verbreitet, irakisch-kurdische Peschmerga und syrisch-kurdische YPG-Einheiten hätten sich damit an der arabisch-stämmigen Bevölkerung für ihre "Unterstützung" des faschistischen IS gerächt und sie vertrieben.

Solche Meldungen haben keinen anderen Zweck als das weltweit gewachsene Ansehen des kurdischen Befreiungskampfs und damit nicht zuletzt auch den Solidaritätspakt der revolutionären Weltorganisation ICOR mit diesem Freiheitskampf zu diskreditieren. Tatsächlich beruht der "amnesty"-Report lediglich auf Luftaufnahmen und angeblichen "Zeugenaussagen".

Schon am 12. Oktober letzten Jahres hatte "amnesty" den kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) in Rojava (Nordsyrien) Menschenrechtsverletzungen gegen die arabische Bevölkerung in Rojava vorgeworfen. Von den Kurden wurde das umgehend vollständig widerlegt (siehe "rf-news"-Bericht). Auch dieses Mal hat Jabar Yawar von der KDP (Kurdische Demokratische Partei im Nordirak) noch am 20. Januar die Vorwürfe zurückgewiesen. In seiner Stellungnahme heißt es: „...Der Hauptgrund für die Zerstörungen in diesen Gebieten sind Minen des IS. Sie sind in den Häusern, auf den Straßen, in den Leichen von Tieren und Menschen versteckt. Luftangriffe haben 3.000 IS-Stützpunkte zerstört. Amnesty hat nicht auf eine Antwort oder Beweise von uns gewartet. ...“

Nur in Rojava ist es gelungen, die demokratische Revolution mit der Vertreibung des Assad-Regimes und dem Aufbau demokratischer Selbstverwaltungsstrukturen zu einem Erfolg zu führen. Den imperialistischen Mächten ist vor allem der wachsende Zusammenschluss der kurdischen Freiheitskämpfer mit den Revolutionären der Welt ein Dorn im Auge. Es wird ihnen nicht gelingen, das wachsende Ansehen dieses Bündnisses mit solcher Hetze zu zerstören.

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