Politik

Faschistische Attacken in Ansbach und Reutlingen

Faschistische Attacken in Ansbach und Reutlingen
Der Reutlinger Täter verwendete ein Buschmesser (Machete) wie dieses (foto: Dana60Cummins/CC BY-SA 3.0)

25.07.16 - Bei zwei verabscheuungswürdigen, faschistischen Attacken auf unbeteiligte Zivilisten wurden am Sonntag in Reutlingen und Ansbach zwei Menschen getötet und 17 verletzt - drei davon schwer.

In Ansbach sprengte sich ein 21-Jähriger aus Syrien im Eingangsbereich eines Musikfestivals mit einer Nagelbombe in die Luft. Ob es hier einen islamistisch-faschistischen Hintergrund gibt, ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. Dass der Täter nicht aufs Festivalgelände kam, war der Festival-Security zu verdanken, die ihm wegen fehlender Eintrittskarte den Zutritt verweigerte. Sonst hätte es außer dem Täter selbst, der noch am Ort des Geschehens verstarb, wesentlich mehr Opfer gegeben.

Bei der Tat in Reutlingen geriet ein 21-Jähriger mit einer 45-jährigen Frau in Streit und schlug in Folge mit einer Machete auf sie ein. Die Frau verstarb an ihren Verletzungen. Auf seiner Flucht schlug der Mann weiter mit der Machete um sich und verletzte weitere fünf Menschen, bis ihn die Polizei festnehmen konnte. Der Täter ist wegen Körperverletzung polizeibekannt.

Taten wie diese sind mit nichts zu entschuldigen. Selbst wenn die Täter keine unmittelbare Verbindung zu faschistischen Gruppierungen - welcher Form auch immer - hatten, ist der Charakter solcher Akte massenfeindlich. Sie zielen einzig darauf ab, unbeteiligte Menschen - und davon möglichst viele - in den Tod zu reißen. In den bürgerlichen Medien wird das jetzt immer wieder mit psychischen Störungen der Täter in Verbindung gebracht. Allein damit lassen sich solche Terrorakte aber nicht erklären. Sie sind vor allem Ausdruck einer faschistischen Denkweise.

Die Rote Fahne und rf-news drücken den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.