Sozialismus

München: Spannende Veranstaltung mit Stefan Engel zum X. Parteitag der MLPD

München: Spannende Veranstaltung mit Stefan Engel zum X. Parteitag der MLPD
(grafik: MLPD)

München (Korrespondenz) 28.07.16: Über 90 Besucher waren vor kurzem gespannt auf die Veranstaltung mit dem Parteivorsitzenden der MLPD, Stefan Engel, in München-Giesing. Mit dem faschistischen Gegenputsch des Erdogan-Regimes nach dem gescheiterten Militärputsch bekam sie besondere Aktualität. Zuvor nutzte Stefan Engel den Besuch in München zur Teilnahme am Prozess gegen die Revolutionäre der ATIK, wo ihn Angeklagte und Prozessbesucher herzlich begrüßten.

Stefan Engel legte zunächst dar, dass die Veranstaltungen zur Vorbereitung des X. Parteitags der MLPD ein Beitrag zur Auswertung der Erfahrungen aus der Arbeit der MLPD und Verarbeitung neuer Entwicklungen sind. Eine wesentliche neue Erscheinung ist die Entstehung neuimperialistischer Länder. Neuimperialisten sind besonders aggressiv, weil eine Neuaufteilung der Märkte und Einflusssphären nur auf Kosten und im Kampf gegen die „alten“ Imperialisten funktioniert. Neuimperialistische Länder sind durchwegs gekennzeichnet durch reaktionäre Regimes. Sie zerstören rücksichtslos die natürlichen Lebensgrundlagen, um im Konkurrenzkampf aufzuholen.

Konkret widerlegte Stefan Engel die Vorstellung "Überall stecken die USA dahinter": Die Welt ist heute nicht mehr wie noch vor 25 Jahren bipolar von zwei imperialistischen Blöcken, sondern multipolar geprägt. Im Nahen und Mittleren Osten geht heute die Aggressivität hauptsächlich von den neuimperialistischen Ländern Türkei, Saudi-Arabien und Katar aus. Sie rüsten Söldnerheere wie IS oder Al Nusra aus. Zur Durchsetzung ihrer faschistischen Politik setzen sie auf "Islamismus", um eine Massenbasis für ihre Herrschaft zu gewinnen.

Die lebhafte und engagierte Diskussion vertiefte verschiedene Fragen. Die "Internationale" beschloss die begeisternde Veranstaltung - fast 200 Euro wurden für die MLPD gespendet.