Umwelt

Übernahme-Poker Bayer-Monsanto bedroht die Welternährung

Übernahme-Poker Bayer-Monsanto bedroht die Welternährung
Bayer und Monsanto - eine Gefahr für die Welternährung (montage:Coordination gegen BAYER-Gefahren)

30.07.16 - Am 18. Juli gab das US-Agrarmonopol Monsanto bekannt, dass man auch das auf 64 Milliarden Dollar leicht erhöhte Übernahmeangebot von Bayer ablehne – man bleibe jedoch weiter im Gespräch. Gelänge der Coup, würde der mit Abstand größte Agro-Konzern der Erde entstehen. Auf Fragen, warum sie den US-Konzern Monsanto übernehmen wollen, betont Bayer: der Deal habe vorrangig das Ziel, bessere Antworten auf das Problem der Welternährung zu finden. Das ist pure Demagogie.

Ein Sprecher der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) sagt: "Schon ein Blick auf die Produkt-Palette von BAYER und MONSANTO zeigt, dass die Agro-Riesen sich herzlich wenig für die Versorgung der Menschen mit Grundnahrungsmitteln interessieren. Sie haben mit Soja und Mais nämlich vorzugsweise Futtermittel für die globale Fleisch-Industrie im Angebot." Und CBG-Vorstandsmitglied Axel Köhler-Schnura stellt fest: "BAYER, MONSANTO, Dow & Co. spielen nun bereits seit Jahren ein zynisches Monopol-Spiel mit den Ernährungsgrundlagen der Menschheit als Einsatz und dem einzigen Ziel, die Renditen für ihre AnteilseignerInnen zu steigern."

Bei den Pestiziden kommen BAYER und MONSANTO zusammen auf einen Weltmarktanteil von rund 25 Prozent, beim Saatgut für gentechnisch veränderte und konventionelle Ackerfrüchte auf rund 30 Prozent. Allein die Gen-Pflanzen betrachtet, erreichen die beiden Konzerne vereint mit weit über 90 Prozent sogar eine klar dominierende Position. Die Fusion würde die Fehlernährung von Milliarden Menschen, die Vergiftung von Lebensmitteln sowie ihren Missbrauch zur Profit-Spekulation weiter verschärfen.