Jugend

Begeisterndes Sommercamp - mit Schwung in die zweite Woche

Begeisterndes Sommercamp - mit Schwung in die zweite Woche
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01.08.16 - Unter dem Motto ”Rebellisches Sommercamp meets kurdische Flüchtlinge” ist die erste begeisternde Campwoche mit einem Abschlussfest zu Ende gegangen. Das Camp ist eine gelungene Mischung aus Erholung, Sport, Aufbaueinsätzen zur Stärkung des Jugendverbands REBELL, Bauarbeiten am "Haus der Solidarität” und Lernen. Die Baueinsätze am "Haus der Solidarität” empfanden die teilnehmenden Jugendlichen als Highlight des Camps. Hier konnten sie ihre Fähigkeiten entfalten und neues lernen.

"Wir machen die Einsätze gerne, weil es eine gute Sache ist,” so eine Teilnehmerin. Auch die Vorarbeiter waren begeistert: "Alle entfalten volle Initiative und lernen voneinander, die Produktivität zu steigern.” Die Bauziele wurden übererfüllt. Mit über 250 Einsatzstunden wurde ein wichtiger Beitrag zum Aufbau des "Hauses der Solidarität" geleistet - einer fortschrittlichen Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände.

Am Lagerfeuer wurde das Motto lebendig. Gemeinsam mit kurdischen Flüchtlingen und Migranten wurden kurdische Lieder aus dem Deutsch-Kurdischen Liederheft gesungen. Viel diskutiert wird auf dem Camp Erdoğans Kurs zur Errichtung einer faschistischen Diktatur in der Türkei. Ein türkischer Jugendlicher kritisierte die Spaltung der Arbeiterbewegung in der Türkei. Nur eine international verbundene, einige Arbeiterbewegung kann die Kraft entwickeln, diese Entwicklung zu stoppen.

Was die Sommercamps von REBELL und ROTFÜCHSE seit jeher auszeichnet, ist die kameradschaftliche Einheit von Jugendlichen und Kindern. Und auch in diesem Jahr fand wieder eine Verbrüderung zwischen Kinder- und Jugendcamp statt, in der die Jugendlichen die Verantwortung für die Kinder übernehmen und die Rotfüchse stolz mit den Rebellen zusammenarbeiten.

Bei mehreren Einsätzen - unter anderem in Hildburghausen - wurde für den Aufbau des REBELL und für die Camp-Veranstaltung ”Warum Nazi-Organisationen verboten gehören” geworben. Damit wird an die Demo gegen das Nazi-Konzert in Hildburghausen am 7. Mai 2016 angeknüpft. Thematisch passte dazu der Ausflug in die Gedenkstätte Buchenwald hervorragend. Vor Ort - in einer der ehemaligen Vernichtungsstätten des Hitler-Faschismus - wurde deutlich, was Faschismus wirklich bedeutet. Der Besuch war eine gute Schule über eines der düstersten Kapitel deutscher Geschichte und darüber, warum sich das nie wieder wiederholen darf. Es war aber auch eine gelungene Schule über die Selbstbefreiung des Lagers und der führenden Rolle der kommunistischen Häftlinge dabei.

Bei der späteren Diskussion wurde deutlich, dass man nur organisiert erfolgreich gegen die Faschisten vorgehen kann. Neue Mitglieder für den REBELL und weitere Campteilnehmer wurden gewonnen. Darunter auch junge Flüchtlinge, die an allen Aktivitäten des Camps teilgenommen haben. Mit dem Grundkurs des Marxismus-Leninismus machten sich die Campteilnehmer theoretisch fit.

Es gibt auf diesem Camp das erste Mal eine Sportzeltgruppe, die mit guter Vorbereitung attraktive sportliche Wettbewerbe entwickelt. Zwei Veranstaltungen zum gesunden Leben und ”Kampf gegen den Drogensumpf” führten zu lebendigen Diskussionen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten unter anderem, dass Drogen gezielt benutzt werden, die Rebellion der Jugend zu zersetzen. Ob Sport, Baueinsatz usw., das Camp ist zusammengewachsen und alle freuen sich über die deutlich angewachsene Teilnehmerzahl in dieser Woche. Mit den zusätzlich angekommenen Bussen aus NRW sind mittlerweile insgesamt 264 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Ferienanlage in Truckenthal und freuen sich auf die nun laufende Woche.