Jugend

Über 400 Besucher auf der Sommercamp-Veranstaltung des REBELL mit Stefan Engel

Über 400 Besucher auf der Sommercamp-Veranstaltung des REBELL mit Stefan Engel
Stefan Engel (rf-foto)

06.08.16 - Nach einer kurzen Begrüßung durch eine junge REBELL-Genossin sprach Stefan Engel gestern, 5. August, im voll besetzten REBELL-Zelt zum Thema „Kriege, Umweltkrise, Flüchtlingsströme, warum nur der echte Sozialismus die einzige Alternative ist“.

In der Geschichte haben die Menschen und alle großen Weltreligionen schon immer über Lebensverhältnisse ohne Ausbeutung und Unterdrückung nachgedacht und von paradiesischen Verhältnissen geträumt. Das ist nicht neu, so Stefan Engel. Doch erst Marx und Engels verbanden diese Utopien mit einer fundierten Kritik an den realen gesellschaftlichen Verhältnissen ihrer Zeit. Erst ihre fundierte Kritik an der kapitalistischen Ausbeuterordnung begründete, warum der Sozialismus der nächste notwendige Schritt in der Geschichte der Menschheit sein muss. Daraus zog Stefan Engel den Schluss, dass wir unsere Kritik an der kapitalistischen Ausbeutung und Unterdrückung fundierter und tiefgehender führen müssen, wenn wir die Menschen vom Sozialismus überzeugen wollen.

Zu dieser Kritik gehört auch die Entlarvung angeblicher Wohltaten, die der Kapitalismus erfindet, um die Menschen davon zu überzeugen, dass er das beste System ist und wie es neuerdings so schön heißt, „alternativlos“ wäre. So behauptet dieses System zu seiner Rechtfertigung, es wäre ein sozial gerechtes System. Stefan Engel führte aus, dass heute 62 Menschen weltweit so viel Eigentum besitzen wie die 3,5 Milliarden ärmsten Menschen, die die eine Hälfte der Menschheit darstellen.

Stefan Engel fragte die Teilnehmer, ob sie auch solche Lebenslügen kennen würden. Einer meinte: „Es wird uns immer erzählt, hier könne jeder seine Meinung sagen. Aber wenn wir als Marxisten-Leninisten in Schule, Hochschule oder Beruf unsere Meinung sagen und uns über die Medien an Diskussionen beteiligen wollen, wird das unterdrückt.“ Eine andere meinte: „Uns wird erzählt in Deutschland wäre die Gleichstellung von Mann und Frau verwirklicht.“ Oder: „Die Lebenslüge von der demokratischen Grundordnung hindert die Merkel-Regierung nicht daran, die bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten stark einzuschränken, wo aktuell besonders die Flüchtlinge zu leiden haben.“ Stefan Engel führte weitere Lebenslügen an, die der Kapitalismus verbreitet. Von der friedlichen Außenpolitik, über die angebliche Vereinbarkeit von Profitinteressen und Umweltschutz, der Lösung der Flüchtlingskrise, der Unantastbarkeit der Würde des Menschen, der Flüchtlingshungerhilfe bis hin zu einer demokratischen Schul- und Hochschulbildung reichte die Lügenliste.

Eine weitere Lebenslüge ist die von der „Entwicklungshilfe“. Diese Hilfe ist in Wahrheit eine Hilfe zur Absicherung der wirtschaftlichen Interessen der internationalen Monopole in den jeweiligen Ländern. Dazu gehört nicht nur die Finanzierung von Infrastruktur für die Unternehmen, sondern auch die Finanzierung der Unterdrückung der Menschen in den Ländern. Dabei hilft die internationale Arbeitsorganisation der UNO, die ILO.

Alle diese Lebenslügen sind aber nicht die Erfindung von schlechten Politikern, sondern durch das System selbst bedingt, zur Absicherung von Ausbeutung und Unterdrückung weltweit. Es genügt also nicht, sich andere Politiker zu wählen oder an diese zu appellieren. Ein grundlegend anderes gesellschaftliches System ist nötig, um die Probleme der Menschheit weltweit zu lösen.

Dieses grundlegend andere System ist der Sozialismus, der alle diese Lebenslügen nicht braucht, weil er die Ausbeutung von Mensch und Natur überwunden hat. Was er braucht, ist die Einheit von Mensch und Natur ohne Kriege, ohne Unterdrückung ohne Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Stefan Engel ist davon überzeugt, dass die Menschheit diesen nächsten notwendigen Schritt in der Geschichte gehen will. Sie wird dazu alle Errungenschaften der Menschheit mit in das neue System übernehmen und es auch verstehen, neue Probleme des Sozialismus auf neue Weise zu lösen. Nach diesem Vortrag schloss sich eine lebendige Diskussion an und nach einer guten Stunde wurden die Debatten in gemütlicher Runde weiter geführt.