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Kahlschlag bei BAT in Bayreuth

Kahlschlag bei BAT in Bayreuth
Die Belegschaft bei BAT protestiert (foto: NGG - Solidarität mit den Beschäftigten bei BAT)

10.08.16 - Am 22. Juli protestierten mehr als 3.000 Menschen in Bayreuth gegen die Vernichtung der Arbeitsplätze beim Tabakhersteller British American Tobacco (BAT). Am 14. Juli hatte BAT die Einstellung der Produktion in seinem weltweit größten Werk in Bayreuth angekündigt. Betroffen sind davon 600 externe Beschäftigte und 950 Stammarbeitsplätze. Lediglich 370 Beschäftigte sollen am Standort bleiben.

Der Betriebrats-Vorsitzende Paul Walberer äußert sich „entsetzt“. „Das Management entzieht unseren Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien ihre Lebensgrundlage und richtet für unsere Region einen großen Schaden an.“ Die Frage ist, warum die Gewerkschaft NGG und der Betriebsrat sich lediglich für eine „Maximierung des Sozialplans“ einsetzt. Nötig ist, den Kampf um jeden Arbeitsplatz zu führen. BAT ist das zweitgrößte Tabakmonopol der Welt mit weltweit ca. 50.000 Beschäftigten. Es hat 2015 5,4 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

BAT begründet die Schließung mit dem Rückgang des Zigarettenverkaufs in Westeuropa. Das ist nur ein Vorwand. BAT will nur den Profit steigern. Wegen der niedrigeren Lohnkosten verlagert der Konzern deshalb schrittweise die Produktion nach Polen, Ungarn, Kroatien und Rumänien.