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Antikommunistische Stimmungsmache gegen das "Haus der Solidarität" - "Verfassungsschutz" lässt grüßen

Antikommunistische Stimmungsmache gegen das "Haus der Solidarität" -  "Verfassungsschutz" lässt grüßen
Begeisterte Stimmung beim Richtfest des "Hauses der Solidarität" in Truckenthal (rf-foto)

19.08.16 - Über 380 Jugendliche, Kinder und erwachsene Betreuer aus der ganzen BRD erlebten ein begeisterndes Sommercamp von REBELL und ROTFÜCHSE. Vertreten waren ca. 30 Nationalitäten und allein 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren erst in den letzten Monaten als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Hier trafen und verbrüderten sich also Rebellen aus aller Welt. Im Mittelpunkt stand ihr großes Engagement für die Flüchtlingsunterkunft "Haus der Solidarität", unter anderem mit zwei Einsätzen am Bau jede Woche, und dem Richtfest am 6. August, das im Rahmen des alljährlichen Waldfestes in Truckenthal stattfand. Zusammen mit MLPD-Mitgliedern hatten Sommercamp-Teilnehmer dafür auch das "Tribunal gegen die bürgerliche Flüchtlingspolitik" vorbereitet. Der Geist der Solidarität mit den Flüchtlingen war das ganze Sommercamp über spürbar und erlebbar. Offensichtlich nicht jeden begeisterte das gleichermaßen ...

Am 12. August veröffentlichte der Sonneberger Lokalteil der Tageszeitung Freies Wort aus Suhl einen Artikel zum Richtfest des "Hauses der Solidarität". Darin wird dieses zunächst durchaus anerkennend gewürdigt. Allerdings um dann gebetsmühlenartig antikommunistische Vorbehalte aufzuwärmen. Mit aus der Luft gegriffenen "Fragestellungen" macht der Artikel Stimmung: "Es darf wohl die Frage gestellt werden, ob das Ansinnen, eine Unterkunft für Flüchtlinge zu errichten, jemals ernst gemeint war, es vielleicht nur darum ging, Spenden und kostenfreie Arbeitsleistung zu akquirieren."¹

Treffend hat der Jugendverband REBELL in einem Leserbrief geantwortet, der bisher allerdings nicht veröffentlicht wurde: "28.000 kostenlose Arbeitsstunden, private Kredite von 600.000 Euro und 60.000 Euro Spenden sollen nicht ernst gemeint sein?! Alleine auf unserem Sommercamp haben 286 Kinder und Jugendliche mindestens 1.260 Arbeitsstunden ehrenamtlich am Haus der Solidarität gearbeitet gemeinsam mit Flüchtlingen. ... Die Bevölkerung spendete Werkzeug, Kleidung und Geld."

Weil so viele ehrenamtliche Arbeit und Engagement dem Autor des Artikels, Thomas Schwämmlein, suspekt sind, "enthüllt" er, dass "die Betreiber in der Nähe der Marxisten-Leninisten" stünden. Es war aber niemals ein Geheimnis, dass die MLPD das Projekt mit ganzem Herzen unterstützt. Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD wies in seiner Ansprache beim Richtfest darauf hin: „Das 'Haus der Solidarität' macht sich nicht abhängig, was die Herrschenden sagen. Es verkörpert eine proletarische Flüchtlingspolitik und wird deshalb von der MLPD gefördert und vorangetrieben. Die MLPD verteidigt das Recht auf Flucht, unterstützt die Menschen aber auch darin, in ihrer Heimat für Freiheit, Demokratie und Sozialismus zu kämpfen."

Der Autor des besagten Artikels war allerdings nicht so "frei", sich vor Ort ein authentisches Bild vom Geist der Solidarität zu machen. Seine Stichwortgeber scheinen vielmehr die regelmäßigen Diffamierungen der MLPD in den "Verfassungsschutz"-Berichten zu sein. Der Zweck seiner Stimmungsmache ist allzu durchsichtig, nämlich einen Keil zwischen den vielen ehrenamtlichen Unterstützern und der MLPD zu treiben. Als wären sie mit ihrem praktischen Idealismus vor einen Karren gespannt worden. Das sind die Methoden des "Verfassungsschutzes". Desselben "Verfassungsschutzes", aus dem heraus faschistische Organisationen gefördert werden, die wiederum Flüchtlinge und Freiheitskämpfer terrorisieren.

Der Kampfgeist des Sommercamps und die herzliche Verbrüderung mit Flüchtlingen für eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung stößt dagegen bei immer mehr Menschen auf Sympathie. Der Jugendverband REBELL schreibt in seinem Leserbrief an das "Freie Wort“: „Wir fordern die Redaktion dieser Zeitung auf alles richtig zu stellen. Wir rufen weiter dazu auf, sich diesem zukunftsweisenden Projekt anzuschließen."

Hier der gesamte Text des Leserbriefs