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Daimler Brasilien: 2.000 Entlassungen fordern Arbeiter zum Kampf heraus

Daimler Brasilien: 2.000 Entlassungen fordern Arbeiter zum Kampf heraus
Foto: Sindicato dos Metalurgicos

Stuttgart (Korrespondenz), 19.08.16: Bereits die Vorankündigung der Werkleitung von Sao Bernardo do Campo am 2. August wurde mit Arbeitsniederlegungen, Demonstrationen durchs Werk und einer Straßenbesetzung beantwortet, wozu die Metallgewerkschaft des ABC aufgerufen hatte.

Über den bisherigen Höhepunkt berichtete diese: "Über 7.000 Arbeiterinnen und Arbeiter demonstrierten am 17.August in Sao Bernardo gegen die Entlassungen, die das Unternehmen ab dem 15.August per Telegramm an die Arbeiter versandte. In einer Versammlung vor dem Gewerkschaftshaus verkündeten die Kolleginnen und Kollegen ihre Bereitschaft zur Verteidigung der entlassenen Kollegen. Jeden Tag wird über die jeweilige Widerstands-Aktion entschieden. Am 18. August versammeln sich die Arbeikterinnen und Arbeiter ab 7 Uhr vor der Fabrik.

'Wir sind bereit und zeigen Bereitschaft für diesen Kampf und diesen Krieg. Wir werden eine Front der Solidarität gegen die Angriffe gegen uns aufbauen', sagt Rafael Marques, der Vorsitzende der Metallgewerkschaft des ABC. 'Es gibt derzeit Angriffe gegen die Arbeiter im ganzen Land durch eine reaktionäre Allianz der Regierung, der Unternehmen und des Finanzsektors.'" (Übersetzung durch www.labournet.de)

Inzwischen gibt es auch erste Solidaritätsbekundungen von Daimler-Kollegen aus Bremen und Wörth sowie seitens des Stuttgarter Trägerkreises der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz (IAC). Das zeigt: Daimler legt sich mit seinen Entlassungsplänen mit der Konzern- und anderen Automobilbelegschaften an!

  • Bringen wir diese durch die international koordinierte Solidarität und gemeinsame Kampfaktionen zu Fall!
  • Machen wir deutlich: das weltweite Industrieproletariat kann und muss im gemeinsamen Kampf zu einer dem internationalen Finanzkapital überlegenen Kraft werden!