Politik

Mordanschlag auf Antifaschisten in Dortmund

16.08.16 - Das antifaschistische Bündnis "Essen stellt sich quer" berichtet auf seiner Facebook-Seite von einem neofaschistischen Mordanschlag auf einen jungen Antifaschisten in Dortmund:

"Eine unfassbare Nachricht erreicht uns aus Dortmund. Offenbar haben Rechte gestern (am Sonntag) einen Antifaschisten vermummt überfallen und mit einem Messer auf ihn eingestochen. Das Opfer hat den Angriff glücklicherweise überlebt. Unsere volle Solidarität gilt heute dem jungen Antifaschisten: Wir hoffen auf baldige und völlige Genesung und stehen fest an deiner Seite!"

Offenbar hatten drei Vermummte dem 24-jährigen Dortmunder Antifaschisten vor seiner Wohnung im Dortmunder Westen aus einem Auto heraus aufgelauert. Sie schlugen auf ihn ein, ein Angreifer zog ein Messer und stach zwei Mal zu. Dem Angegriffenen gelang es, trotz einer Stichverletzung im Bauchbereich zu flüchten. Er war bereits am 1. August Opfer eines Angriffs von Dortmunder Neonazis geworden und hatte dagegen Anzeige erstattet.

Im Zuge der gesellschaftlichen Polarisierung treten auch die Faschisten aggressiver auf. So wurden an Ostern Autoreifen bekannter Repräsentanten der MLPD und wenige Wochen später an einem Auto der Falken zerstochen. Beides Mal tauchten Faschisten auf, pöbelten und bedrängten die Betroffenen. Außerdem brüsteten sie sich damit auf ihrer Homepage.

Die MLPD hat ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht und unterstützt die Forderung nach Aufklärung des Mordanschlags und Bestrafung der Täter. Sofortiges Verbot aller faschistischen Organisationen!