Politik

Dresden: Solidarität mit den JAV-Mitgliedern bei Infineon

25.08.16 - Die Dresdner Ortsgruppe des Jugendverbands REBELL verfolgt mit großer Anteilnahme den Arbeitsgerichtsprozess Infineon gegen die Jugendvertreter Maximilian Lösel und Sebastian Ecke. Infineon klagt darauf, die beiden nicht in ein Facharbeiterverhältnis übernehmen zu müssen.

"Wir halten es für einen unglaublichen Vorgang" schreiben die Betriebsräte der "Offenen Liste der IG Metall". Solidarität gab es auch von Jugendvertretern der Uni-Klinik und vom ver.di-Jugendsekretär.

Die Dresdner Rebellen wenden sich mit einem offenen Brief an die solidarische Öffentlichkeit!

"Wir stehen voll hinter ihnen! Wir, die Ortsgruppe des Jugendverbands Rebell in Dresden, wissen sehr gut (auch aus eigener Erfahrung), wie unsere Rechte in den Betrieben oftmals missachtet werden ...

JAV- oder Betriebsratsmitglieder merken oft schnell, dass ihr Eintreten für die Rechte der Auszubildenden und Beschäftigten nicht erwünscht ist und behindert wird. Auch die Geschäftsleitung von Infineon tritt die Rechte der Jugendvertreter und anderer mit Füßen, mit dem vorrangigen Ziel vor Augen, Maximalprofit zu erwirtschaften. Denn besonders der Gerechtigkeitssinn der Jugend ist den Profiteuren dieser Wirtschaft ein Dorn im Auge. Nicht umsonst besteht eine Übernahmegarantie, um dieses Mindestmaß an Mitbestimmung zu schützen.

Für uns ist klar, dass wir standhaft bleiben und Solidarität organisieren müssen, um für unsere Zukunftsinteressen einzutreten! Uns kann man nicht kaufen. Denn wir wissen, dass die Arbeit, für die wir ausgebildet wurden, und die Möglichkeiten für Veränderung in den Betrieben mehr wert sind, als etwas von dem Geld zu bekommen, das sie durch unsere Hände Arbeit in ihre Taschen stecken."