Umwelt

Italien: Zahl der Erdbebenopfer steigt weiter

24.08.16 - Ein schweres Erdbeben hat in Mittelitalien mehrere kleine Orte in einer Bergregion etwa 150 Kilometer nordöstlich von Rom verwüstet. Zahlreiche Menschen wurden verschüttet. Häuser glichen Schutthaufen, Trümmer und Staub bedeckten Autos und Straßen. Die Zahl der Toten steigt noch immer. Örtliche Behörden sprachen am Nachmittag von 73 Menschen, die ums Leben kamen. Die Opfer stammen aus den Orten Pescara del Tronto, Accumoli und Amatrice.

Die Rettungsdienste konnten einige Orte in der bergigen Gegend nur schwer erreichen. Das Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 6 und mehrere Nachbeben hatten in der Nacht die gesamte Region zwischen Umbrien, Latium und den Marken erschüttert. Das Beben war auch in Rom und an der Adria-Küste zu spüren.

Allein der Bürgermeister des Ortes Accumoli, Stefano Petrucci, sprach von 2.500 Menschen ohne Dach über dem Kopf. Es sei kein einziges Haus mehr bewohnbar. "Wir müssen eine Zeltstadt für die gesamte Bevölkerung organisieren", sagte er der Nachrichtenagentur Ansa. "Obwohl August ist, herrschen hier nachts zehn Grad."

Das Beben ist vergleichbar mit dem in L'Aquila im Jahr 2009. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. L'Aquila liegt nur 30 Kilometer Luftlinie von Amatrice entfernt.