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Breite Bündnisse am Antikriegstag auf der Straße für den Weltfrieden

Breite Bündnisse am Antikriegstag auf der Straße für den Weltfrieden
Antikriegstagsdemo am 1. September 2016 in Hamburg (rf-foto)

03.09.16 - Am 1. September 1939 überfiel das faschistische Hitlerdeutschland Polen; der verheerende imperialistische 2. Weltkrieg begann. Die Arbeiter- und Friedensbewegung in vielen Ländern geht an diesem Jahrestag auf die Straße für den Weltfrieden. In vielen Städten fanden dieses Jahr Demonstrationen und Kundgebungen statt, oft initiiert von breiten Bündnissen auf antifaschistischer Grundlage.

Aus Hamburg berichten Korrespondenten an rf-news, dass sich 600 Menschen an der Antikriegstagsdemo beteiligt haben und schreiben weiter: "Die Teilnahme an der Antikriegstagsdemo in Hamburg belebte sich. Zurecht stand die Solidarität mit dem Befreiungskampf in Rojava gegen die türkische Aggression und die Kumpanei der deutschen Regierung damit im Vordergrund, u.a. in einem Beitrag eines NAV-DEM-Sprechers. Auch die Verbindung zum Kampf gegen TTIP wurde gezogen. Es entfaltete sich aber auch die Auseinandersetzung darum, dass alle imperialistischen Mächte in einer Zeit der allgemeinen Verschärfung der Kriegsgefahr angegriffen werden müssen; und dass künftig Ostermarsch und Antikriegstag auf Augenhöhe und prinzipieller Grundlage aller beteiligten Kräfte gestaltet werden müssen mit einem Auftreten, dass neue Kräfte, insbesondere Jugendliche anzieht. Die ICOR und die MLPD waren deutlich vertreten und zogen Interesse auf sich. Zur Verbrüderung mit Migranten trug auch die Musikgruppe pepperoni bei."

In München stand die Kundgebung mit Offenem Mikrofon am 1. September um 18.00 Uhr auf dem belebtesten Platz der Stadt im Zeichen des aktuellsten Kriegsherdes in Nordsyrien: "Besonders im Visier: die türkische Erdogan-Regierung, die nicht nur im eigenen Land gegen den kurdischen Befreiungskampf mit brutaler Gewalt vorgeht, sondern unmittelbar vor dem Antikriegstag 2016 unter dem Vorwand, den IS zu bekämpfen, Rojava überfällt. Auch der Prozess gegen zehn Aktivisten der ATIK wegen angeblicher Unterstützung einer 'terroistischen Vereinigung' in der Türkei nach § 129b reiht sich ein, weshalb unter großem Beifall der sofortige Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Erdogan-Regierung gefordert wurde. De Geschichte des Antikriegstages, hervorgegangen aus der Gewerkschaftsbewegung in den 1950er Jahren, wurde mit Interesse verfolgt, zumal die Gewerkschaften heute Saalveranstaltungen den Vorzug geben. Wichtig wäre, dass auch die Gewerkschaften in Deutschland den Kampf gegen imperialistische Kriege auf die Straße tragen. Dazu konnte die Kundgebung zweifellos beitragen."