Umwelt

Megaprojekt Bahntrasse München - Berlin

Megaprojekt Bahntrasse München - Berlin
Einer der Profiteure ist die Beton-Industrie: Grubentalbrücke im Thüringer Wald (screenshot)

31.08.16 - Heute, am 31. August, wird die neue Bahnlinie von München nach Berlin eröffnet. Sie erlaubt Geschwindigkeiten von 300 Stundenkilometer und verringert die Fahrzeit von bisher sechs Stunden von München nach Berlin durch das Saaletal auf vier Stunden. Sie führt mit 29 Talbrücken und 22 Tunnel gut 107 Kilometer durch den Thüringer Wald.

Das Megaprojekt wurde nach der Wiedervereinigung 1991 als "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8" aus der Taufe gehoben und soll weiter zwischen Skandinavien und Palermo ausgebaut werden.
Der Bau verschlang das Doppelte der ursprünglich geplanten Summe von nun 10 Milliarden Euro.

Bundesbahn und Regierung begrüßen die Eröffnung als den Beginn einer neuen Ära. Verkehrspolitisch handelt es sich um ein Konkurrenzprojekt gegen die Flugverbindung zwischen den beiden Großstädten, weil sich die Fahrt mit dem einzigen Haltepunkt Nürnberg nur für die ganze Strecke lohnt.

Für die Strecke wurden kilometerweit Schneisen in die Wälder gezogen und unterirdische Schätze wie seltene Höhlen für immer vernichtet, so eine Höhle in der Nähe von Truckenthal.

Die "neue Ära" bedeutet:

  • Umverteilung für Maximalprofite auf Kosten der Masse der Steuerzahler
  • ein massenfeindliches verkehrspolitisches
  • und ein extrem umweltfeindliches Projekt.

Die MLPD Bayern fordert den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und bekämpft solche Megaprojekte wie auch "Stuttgart 21"und fördert und beteiligt sich an kämpferischen Initiativen.

Ein weltweit für alle nutzerfreundliches und umweltverträgliches Verkehrssystem erfordert einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel einer Produktion und Lebensweise in Einklang mit der Natur und wird als ganzes im Sozialismus verwirklicht.