Umwelt

„Um die Rettung der Umwelt und des Weltklimas müssen wir uns selber kümmern!“

„Um die Rettung der Umwelt und des Weltklimas müssen wir uns selber kümmern!“

23.09.16 - „Um die Rettung der Umwelt und des Weltklimas müssen wir uns selber kümmern!“ Unter dieser Losung ruft die Umweltgewerkschaft zum Aufbau und zur Stärkung örtlicher und regionaler Bündnisse zum Weltklimatag am 12. November 2016 auf. Angesichts des sich beschleunigenden Übergangs in eine globale Umweltkatastrophe ist dringendes Handeln geboten: In Verbindung mit einer extremen Ausprägung des El-Nino-Phänomens entwickelten sich seit Herbst 2015 weltweit extreme, noch nie gemessene Durchschnittstemperaturen. (siehe rf-news)

Entgegen der von der Bundesregierung 2014 gestarteten Kampagne, dass sich das Ozonloch bis spätestens 2015 geschlossen habe, berichtete das ZDF in der Sendung Heute im Februar: „Neues Ozonloch aufgetaucht - SOS aus der Arktis“.¹

Das im Bundestag im Juli beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert weiterhin den Marktanteils der Energiekonzerne am Atomstrom und der extrem klimaschädlichen Braunkohle und deckelt den Ausbaus der erneuerbaren Energie. Gestern, Donnerstag, 22. September, billigte der Bundestag das so genannte "Pariser Klimaschutzabkommen". Was Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hier als "großes Hoffnungszeichen" verkauft ist nichts anderes, als die Annahme eines völlig unzureichenden Abkommens, dass die Klimakatastrophe nicht verhindern wird. (siehe rf-news

Gegen diese zerstörerische Entwicklung werden viele Menschen aktiv in Initiativen, mit Demonstrationen und kämpferischen Aktionen, national und international. Umweltforderungen waren wichtige Bestandteile der 320 000 Demonstranten gegen TTIP (siehe rf-news). In ihrem Aufruf zur 13. Bundesweiten Herbstdemonstration gegen die Regierung am 1. Oktober in Berlin tritt die Bundesweite Montagsdemo für eine „Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, eine Gesellschaft der Solidarität, der Einheit von Mensch und Natur ein.“ Im Programmentwurf, der auf der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz 2017 in Indien verabschiedet wird, heißt es: „Der Kampf der Bergarbeiter um angemessene Lebensbedingungen sollte Hand in Hand gehen mit dem Kampf um den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“.

In Ihrem Aufruf zum Weltklimatag, der am 12. November 2016 während der UN-Klimakonferenz vom 7. bis 18. November in Marrakesch stattfindet, schreibt die Umweltgewerkschaft zur entfalteten Auseinandersetzung um die Ergebnisse der Pariser Weltklimakonferenz 2015, die die meisten Umweltorganisationen und Parteien als „Fortschritt in die richtige Richtung“ bewerten und damit dem ganzen Betrug des Weltklimagipfels auf den Leim gehen: „Noch ist es nicht zu spät, eine globale Klimakatastrophe zu verhindern! Dazu müssen wir uns frei machen von Hoffnungen in UN-Klimagipfel und in die Hauptverursacher der Umweltkrise in Konzernzentralen, Banken und Regierungen. Ihr Maßstab sind nicht die Menschheitsinteressen, sondern allein maximaler Profit, um im weltweiten Konkurrenzkampf zu bestehen."

Die MLPD und ihr Jugendverband REBELL werden sich an diesen Aktivitäten beteiligen. In ihrem Kampfprogramm "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft" fordert die MLPD: "Radikaler Stopp der Rodung der Wälder, insbesondere der tropischen Regenwälder! Großflächige artgerechte Wiederaufforstung! Sukzessives und dann vollständiges Ersetzen fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien! Energiegewinnung vor allem aus Sonne, Wind, Wasser und Bioabfällen! Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030 und klarer Kurs auf Absenkung des CO2-Gehalts in der Luft auf 350 ppm!" Weiter fordert sie: "Sofortiges Verbot der Produktion, Verarbeitung und Freisetzung von Substanzen, die die Ozonschicht schädigen! Verpflichtung zu umweltschonender Entsorgung solcher Stoffe auf Kosten der kapitalistischen Produzenten!"³

MLPD und REBELL werden die kämpferische Richtung und Loslösung von Illusionen in Monopole, Banken und Regierungen fördern, und den Weltklimatag als Kampftag der Internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) begehen. Sie werden breit für den Zusammenschluss der internationalistischen, fortschrittlichen und revolutionären Kräfte auch in der Umweltfrage in einem Bündnis werben. (Hier geht es zum aktuellen RF-Interview zu diesem Thema mit Gabi Gärtner vom ZK der MLPD!) Darüber hinaus tritt die MLPD für die notwendige revolutionäre Überwindung des Kapitalismus zur Lösung der ökologischen in Einheit mit der sozialen Frage zur Verhinderung der Umweltkatastrophe ein.

Den Aufruf der Umweltgewerkschaft zum Weltklimatag gibt es hier als pdf-Datei!

Hier geht es zum Kampfprogramm der MLPD "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!"

 

¹ ZDF Heute, 20.02.2016

² www.deutschlandfunk. de, 22.09.2016

³ MLPD, Kampfprogramm "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft"