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Essen: Gemeinsame Demo gegen "Wohnsitzauflage"

Essen: Gemeinsame Demo gegen "Wohnsitzauflage"

Essen (Korrespondenz), 20.09.16: Montagsdemo und Aktivisten erklärten sich gestern solidarisch mit einem breiten Protest von Geflüchteten vor dem Essener Ausländeramt gegen ihre Abschiebung zurück in ihre Ankunftsstädte in Deutschland, die das neue (Des-)Integrationsgesetz verfügt. Dass sie längst hier heimisch geworden sind, aber das Ausländeramt monatelang ihre Registrierung verschleppt hat, trifft viele hundert Menschen.

Die Protestierenden wurden mit dem Syrischen Förderverein eingeladen zur Montagsdemo am Abend. Und viele kamen, mit Schildern und Transparenten. Tadellos klappte die Übersetzung, viele Schicksale wurden berichtet, und die Gemeinsamkeit des Kampfes stand im Mittelpunkt: Wir wollen keine Menschen zweiter und dritter Klasse! Dafür traten die rund 100 Teilnehmer ein und marschierten durch die Innenstadt.

Wut über Oberbürgermeister Thomas Kufen, der eine "robuste Wohnsitzauflage" begrüßt hatte, auch wenn die rückwirkende Umsetzung ab 1. Januar in Essen so erstmal nicht stattfindet. Und großes Interesse aller, am nächsten Montag gemeinsam zur revierweiten Montagsdemo nach Gelsenkirchen zu fahren. Spürbar war, das ist erst der Anfang eines wachsenden Protestes, der die Regierung herausfordert und ihr reaktionäres Gesetz zu Fall bringen kann.

Aufruf zur revierweiten Montagsdemo am 26. September 2016 in Gelsenkirchen