Umwelt

Aktionstag gegen Fracking am 15. Oktober: "Weder hier noch anderswo!"

Aktionstag gegen Fracking am 15. Oktober: "Weder hier noch anderswo!"
Demonstration zum "Global Frackdown Day" 2014 in Bulgarien (www.globalfrackdown.org)

09.10.16 - Seit 2012 findet jedes Jahr im Oktober ein internationaler Aktionstag gegen Fracking statt, der "Global Frackdown Day". Fracking ist eine umweltzerstörende Methode, bei der mit einem Gemisch aus Sand und Chemikalien unter hohem Druck Gesteinsschichten in mehreren tausend Metern Tiefe aufgesprengt werden, um Erdgas oder Öl zu fördern. Dieses Jahr wird der Aktionstag am 15. Oktober sein. Er steht unter dem Motto "Not here or anywhere!" ("Weder hier noch anderswo!"). Seit vielen Jahren wehren sich immer mehr Menschen gegen Fracking. Zuletzt gingen über 10.000 am 24. Juli in Philadelphia (USA) dagegen auf die Straße. Wichtige Forderungen gegen Fracking sind:

  • Weltweites Fracking-Verbot – sowohl für Forschungszwecke als auch zur Gewinnung fossiler Energiequellen, mit oder ohne den Einsatz von Chemikalien!
  • Stopp des Imports oder Exports von gefracktem Gas oder Öl und des Ausbaus der entsprechenden Infrastruktur dafür!
  • Verbot der Entsorgung des Fracking-Mülls durch Einpressung in die Erde!
  • Änderung der Bergbaugesetze, damit höchste Umweltstandards und die Beteiligung der Öffentlichkeit gewährleistet werden!
  • Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien!

Die Umweltgruppen der MLPD werden sich - auch im Zusammenschluss mit anderen Kräften - mit Aktionen oder Infoständen am Global Frackdown Day beteiligen. Ein Schwerpunkt wird dabei die Gewinnung neuer Mitglieder sein. Die MLPD fördert den aktiven Widerstand gegen Fracking und kritisiert gleichzeitig auch bestimmte Illusionen, die in dem offiziellen Aufruf der Initiative "food & water watch" enthalten sind. So orientiert er vor allem darauf, die gewählten Abgeordneten für eine nachhaltige Zukunft oder die Gesetzgeber für die notwendigen Maßnahmen zu gewinnen.

Das verkennt die Machtverhältnisse im staatsmonopolistischen Kapitalismus. Die internationalen Öl-, Kohle- und Gasmonopole setzen gerade mit Hilfe der Regierungen und Parlamente ihre Profitinteressen durch. So haben die Energiekonzerne in Deutschland erreicht, dass der Bundestag am 24. Juni ein Fracking-Bewilligungs-Gesetz anstelle eines Fracking-Verbots beschloss (siehe rf-news vom 27.6.16). Die Verbrennung von Fracking-Gas ist keine Brückentechnologie weg von der fossilen Energieerzeugung, wie es uns weisgemacht werden soll, sondern eine weitere Brücke hin zur Klimakatastrophe.

Am 15. Oktober tagt auch die 1. Nationale Versammlung der kämpferischen Bergarbeiterbewegung in Gelsenkirchen. Dort wird der Kampf gegen Fracking ebenfalls Thema sein, da die Zechenstilllegungen in Deutschland maßgeblich im Interesse der Fracking-Pläne vorangetrieben werden.

Anlässlich der nächsten UN-Klimakonferenz in Marrakesch (Marokko) vom 7. bis 18. November wird für den 12. November der Weltklimatag vorbereitet. Die Mitgliedsorganisationen der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) begehen ihn als internationalen Kampftag zur Rettung der natürlichen Umwelt. Auch am 12. November wird der Kampf gegen Fracking Bestandteil sein.