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Faschistisches Erdogan-Regime schließt TV-Sender - französische Regierung leistet Schützenhilfe

Faschistisches Erdogan-Regime schließt TV-Sender - französische Regierung leistet Schützenhilfe
Mit französischer Schützenhilfe geschlossen: Der kurdische Fernsehsender Med Nuçe (grafik: Med Nuçe)

05.10.16 - Das faschistische Regime von Recep Tayyip Erdogan in der Türkei ist aktuell dabei, die Medien im Land gleichzuschalten. Allein in den letzten Tagen wurden zwölf Fernseh- und elf Radiosender geschlossen. Dazu schreibt der Bundesvorstand der Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF) in einer Pressemitteilung unter anderem:

"Am heutigen Vormittag wurden schließlich die Eingangstüren der Senderzentralen durch Polizeibeamten versiegelt und die Redaktionsinventare konfisziert. Unter den Sendern sind unter anderem der kurdischsprachige Kindersender Zarok TV und das vielbeachtete, regierungskritische IMC TV. Schließungen von TV-Anstalten, wie IMC TV, der stets kritisch, unter anderem von den Angriffen der Regierung auf die Bevölkerung in den kurdischen Gebieten der Türkei berichtet hat, sind zum Alltag der Türkei geworden. ..."

Doch nicht nur in der Türkei werden Sender, die kritisch über den Erdogan-Faschismus berichten, geschlossen. Dazu das Demokratische Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Deutschland (NAV-DEM) in einem Flugblatt:

"Obwohl der kurdische Fernsehsender Med Nuçe nicht in der Türkei, sondern hier in Europa über den französischen Satelitenbetreiber Eutelsat sendet, wurde der Sendebetrieb am 3. Oktober 2016, um 11 Uhr, eingestellt. Während sich die EU über die massive Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit und die Schließungen von Fernsehsendern in der Türkei empört, fällt Frankreich der kurdischen Opposition in den Rücken, indem es die türkische Forderung nach Schließung des kurdischen Senders Med Nuçe widerstandslos an das französische Unternehmen Eutelsat weitergeleitet hat. Eutelsat hat sich dem Druck offensichtlich schnell gefügt. ..."