Politik

Albstadt: "Kein Aus für unser Krankenhaus!"

Albstadt: "Kein Aus für unser Krankenhaus!"
Kein Aus für unser Krankenhaus! Kämpferische Demo in Albstadt (rf-foto)

Albstadt (Korrespondenz), 25.10.16: Das hat die kleine Stadt Albstadt schon seit vielen Jahren nicht mehr erlebt: Eine Kundgebung und Demonstration mit gut 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern! Sie setzten sich für den Erhalt der zwei Krankenhäuser in Albstadt und in Balingen ein und gegen die Pläne des Landrats, sie zu schließen und stattdessen ein Zentralklinikum "auf der grünen Wiese" neu zu bauen.

Organisiert von der Bürgerinitiative "Pro Krankenhaus Albstadt" versammelten sich die Menschen am ersten Kundgebungsort am Anfang der Fußgängerzone. Dort sprachen unter anderem der Arzt für Allgemeinmedizin Thomas Voelter, der für seine kämpferischen Argumente viel Beifall bekam. Er ist auch als Marxist-Leninist bekannt und trug schon im Vorfeld viel dazu bei, die politschen Hintergründe und Zusammenhänge der absurden Pläne aufzudecken.

Dann ging es weiter, hin zum Rathaus. Hier sprachen Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative und unter anderem Christiane Kasprik, die auch als Aktivistin von ZUG-Albstadt bekannt ist. Weiter ging die Demo dann zum Krankenhaus Albstadt. Dort sprachen eine Vertreterin der Beschäftigten der UNI-Klinik Tübingen und eine Sprecherin von der Gewerkschaft ver.di. Zum Abschluss bildeten alle eine Menschenkette um den Eingangsbereich der Klinik.

"Eine super Aktion!" "Toll, dass so viele gekommen sind!" - das sagten viele voller Stolz. Die MLPD war gut sicht- und hörbar und trug zur kämpferischen Stimmung bei. Ein Genosse sammelte Unterschriften für das Internationalistische Bündnis.

Besonders empört die Leute, dass 33.500 Unterschriften, die in den letzten Monaten für den Erhalt der Krankenhäuser gesammelt wurden, vom Landrat und den Betreibern der Zentralklinik derart ignoriert werden. Bei der Übergabe der Unterschriften hatte Landrat Pauli gefragt "Wo ist denn hier die blaue Tonne?" Deshalb und weil heute tatsächlich die Sonne schien fand unsere Parole: "Wer kämpft, dem lacht die Sonne – Landrats Pläne in die Tonne!" viel Gelächter und Zuspruch.