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Haiti: Weltfrauen in Europa und Weltfrauen in Haiti eint ein schwesterliches Band

Haiti: Weltfrauen in Europa und Weltfrauen in Haiti eint ein schwesterliches Band

25.10.16 - Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seit Jahrhunderten wird das einst paradiesische Land von alten und neuen Kolonialisten und Imperialisten ausgebeutet und unterdrückt. Haiti hatte sich durch einen Sklavenaufstand 1804 von der französischen Herrschaft befreit und wurde die erste unabhängige Republik in der Karibik. Heute leidet das Land unter  Neokolonialismus, von den Imperialisten installierten Regierungen und verheerenden Naturkatastrophen (rf-news berichtete mehrfach über die Lage nach dem Hurrikan Matthew).

Wie ein Katalysator verschärfen die Naturkatastrophen die vorhandenen sozialen und nationalen Gegensätze. Haiti hat das geringste Pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas. Von den rund zehn Millionen Einwohnern lebt die Hälfte der Bevölkerung mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag. 75% sind arbeitslos, mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt trotz fruchtbaren Bodens.

Die Massen in Haiti fordern schon lange den sofortigen Abzug der UN-Truppen. MINUSTAH stehe nicht für Hilfe, sondern für Vergewaltigungen von Kindern und Frauen, massive Unterdrückung sozialer Bewegungen und des selbstorganisierten  Wiederaufbaus. Kaum ein Monat vergeht ohne Demonstrationen, Streiks und Proteste. Der Widerstand der Bevölkerung findet breite internationalistische Unterstützung und Anteilnahme, so durch "Solidarität International", die Weltfrauenbewegung, die ICOR und zahlreiche internationalistisch und humanitär eingestellte Menschen, die spenden.

Die Weltfrauen Europas sind den Weltfrauen in Haiti eng verbunden. Entsprechend der Verpflichtung der Resolution von Kathmandu rufen sie auf: "Kämpfen wir gegen die drohende globale Umweltkatastrophe – unterstützen wir als Weltfrauen einander solidarisch, gerade in großer Not! … Machen wir die Situation intensiv bekannt und sammeln zwei Wochen lang konzentriert Spenden mit dem Ziel von 10.000 Euro."

Zur Erfüllung des Spendenziels von 10.000,00 Euro bis zum 5. November werden Spenden erbeten auf das

  • Spendenkonto von Solidarität International (SI) e.V. bei der Frankfurter Volksbank unter dem Stichwort Matthew-Haiti,

    IBAN  DE86 5019 0000 6100 8005 84 oder

  • Spendenkonto: Verein zur Förderung des Austauschs in der Frauenbewegung e.V. IBAN: DE 684 246 143 556 087 184 01
    BIC: GENODEM1KIH Stichwort: Haiti
    Kreditinstitut: Volksbank Kirchhellen eG

Bei Angabe der vollständigen Anschrift erhalten Spenderinnen und Spender auf Wunsch Anfang 2017 eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt.

Schickt auch Solidaritäts- und ermutigende Worte (möglichst auf Französisch) an REFALA an Gaby Fries, gaby.fries@neuf.fr

Flyer der Weltfrauen zur Organisierung der Solidarität