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ATIK-Prozess: Große Solidarität in München

ATIK-Prozess: Große Solidarität in München
Links: Solidaritätsdemonstration für die Angeklagten am 23. September in München. Rechts: Deniz Pektas und der ebenfalls angeklagte Erhan Aktürk werden auf dem Wahlkongress des Bündnisses im Oktober vorgestellt. (rf-fotos; montage: rf-news)

Rüsselsheim (Korrespondenz), 02.11.16: Aus Frankfurt am Main war am 1. November, um 5 Uhr, ein Solidaritäts-Bus zum ATIK-Prozess nach München gestartet. Auch aus anderen Städten in Süddeutschland und aus München selbst kamen insgesamt ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Protestkundgebung vor dem Strafjustizzentrum. Antifaschistische und antiimperialistische Gruppierungen, Migrantenorganisationen, Umweltgewerkschaft und MLPD hielten Beiträge. Immer im Wechsel mit Musikbeiträgen erregte dies das Interesse der Passanten.

Vor allem war es aber im Verhandlungssaal zu hören und vermittelte den Angeklagten die praktische Solidarität. Es gab strikte Auflagen der Polizei und mehrfach Einwände, dass die Lautsprecherdurchsagen zu laut seien, falls das nicht geändert würde, sei eine Anzeige fällig. Oder wir sollten es unterlassen, "Partymusik" zu spielen – gemeint waren revolutionäre Arbeiter- und Solidaritätslieder!

Von diesen Schikanen ließen sich die Protestierenden nicht einschüchtern, ungefähr 70 von ihnen nahmen auch an der Verhandlung teil. Diese wurde schon vorzeitig vom Richter abgebrochen. Komplexe Sachverhalte waren den Angeklagten in einem derartig unverständlichen "Juristen-Deutsch" vermittelt worden, dass erneute Übersetzungen notwendig wurden.

Viel Zustimmung erhielt der Redebeitrag der MLPD Rhein-Main, der darüber informierte, dass vor zwei Tagen der angeklagte ATIK-Genosse Deniz Pektas einstimmig auf Platz 2 der hessischen Landesliste nominiert wurde.

Der Redebeitrag kann hier als pdf-Datei gelesen werden!