International

Kleiner, aber begeisternder Subbotnik-Einsatz in Truckenthal

Kleiner, aber begeisternder Subbotnik-Einsatz in Truckenthal
Man beachte die Herkunft des Traktor-Motors! (rf-foto)

Ingolstadt (Korrespondenz), 02.11.16: Vor kurzem waren wir mit einer kleinen Truppe aus Ingolstadt und Oberbayern zu einem Subbotnik-Einsatz in Truckenthal. Geplant war, dass wir im Gelände Gräben zuschütten, die für die Verlegung von Heizungsrohren gegraben worden waren. In Kürze geht nämlich die neue ökologische Ringheizung mit Holzschnitzen an den Start, alle Hütten werden angeschlossen. Aber ein Landregen - wohltuend für Mutter Erde - machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir arbeiteten stattdessen im "Haus der Solidarität", räumten Bauschutt weg und stemmten einen Schacht.

Haus- und Bauleitung empfingen uns so herzlich, dass wir uns von Anfang bis Ende rundum wohl fühlten. Die Arbeitsanweisungen waren präzise, die Auseinandersetzungen kameradschaftlich, die Verpflegung hervorragend und die Informationen über die Arbeit in Truckenthal motivierten uns sehr, wiederzukommen und die Begeisterung weiter zu tragen.

"Obwohl uns die Behörden immer noch keine Flüchtlinge zugewiesen haben, lebt das Haus der Solidarität", berichtete Hausleiterin Dagmar Kolkmann-Lutz. Es lebt in vielfältiger Weise. Beeindruckt sahen wir bei einem Rundgang, was in der Anlage in tausenden von Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet worden ist. Es wohnen auch Bauarbeiter hier, die auf anderen Baustellen arbeiten. Vor kurzem ist es gelungen, auch mithilfe eines Gewerkschaftssekretärs, eine Gruppe rumänischer Arbeiter im Kampf um elementare Rechte zu unterstützen.

Um jede Entscheidung wird intensiv gerungen, mit wissenschaftlichen Argumenten und einer demokratischen Streitkultur. Spürbar ist auch, wie gut das Haus der Solidarität und die Ferienanlage "Waldgrund" im Alltagsleben der Bevölkerung integriert ist. Holzarbeiter kamen vorbei, Sonntagsspaziergänger begutachteten die Baufortschritte.