Umwelt

07.11.16 - Kalikonzern K+S bekam Hilfe von Ministerium

Das hessische Umweltministerium hat offenbar erheblichen Druck auf eine Fachbehörde ausgeübt, um eine kritische Stellungnahme zur Salzeinleitung durch den Kalikonzern K+S zu entschärfen. Das legen interne E-Mails zwischen dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) und dem Ministerium nahe, die dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vorliegen. Die Beamten hatten Ende 2015 in einer Expertise massive Bedenken gegen eine weitere Salzlaugen-Versenkung im hessisch-thüringischen Grenzgebiet geäußert. Nach einem Gespräch mit Ministeriumsvertretern musste die Behörde das Papier jedoch zurückziehen und einen zweiten Entwurf vorlegen, in dem zentrale Kritikpunkte gestrichen oder abgeschwächt waren.