Umwelt

Bundesweite Aktionen zum Umweltkampftag

Bundesweite Aktionen zum Umweltkampftag
Starkes Interesse der Passanten an den Aktionen und Ständen zum Weltklimatag - wie hier in Ludwigsburg (rf-foto)

12.11.16 - Heute war ein wichtiger Tag für die kämpferische Umweltbewegung. In vielen Städten Deutschlands geb es bunte, lebendige und kämpferische Aktionen anlässlich des Weltklimatags, der von der Internationalen Koordinierung revolutionärer Organisationen und Parteien (ICOR) als internationaler Kampftag zur Rettung der natürlichen Umwelt begangen wird. Geprägt waren sie diesmal besonders von einer engeren Zusammenarbeit der Arbeiter- und Umweltbewegung. Das kämpferische Rückgrat der Umweltbewegung hat sich gestärkt und die Zusammenarbeit verschiedenster Kräfte gefestigt. Nur in einzelnen Orten kam es zu breiteren Aktionseinheiten. Vielerorts wurde für das Internationalistische Bündnis und die Wahlzulassung der Internationalistischen Liste/MLPD geworben, die für einen konsequenten Umweltschutz stehen. Hier eine Auswahl von Berichten:

Aus Bottrop wird berichtet: "Bis zu 200 Menschen verfolgten aufmerksam die Kundgebung anlässlich des Weltklimatages in Bottrop. Aufgerufen dazu hatte eine gemeinsame Aktionseinheit der Bergarbeiterinitiative Kumpel für AUF, der Umweltgewerkschaft NRW und verschiedener ihrer Regionalgruppen, der MLPD, von Solidarität International sowie mehrere Kommunalwahlbündnisse und Montagsdemonstrationen aus dem Ruhrgebiet.

Beiträge von Stahlarbeitern aus Duisburg, Opel-Kollegen aus Bochum, von Bergarbeiterfrauen, von Bürgerinitiativen gegen Giftmüll unter Tage, Schülerinnen einer Realschule aus Gladbeck … machten eindrucksvoll deutlich: die Versprechungen der Herrschenden zur 'Bewahrung' der Umwelt verdecken nur, dass Tag für Tag für den Maximalprofit die Lebensgrundlagen und die Lebensqualität abertausender Menschen zerstört werden: ob durch den Gasausstoß der Kokerei ArcelorMittal in Bottrop, der schon bei Normalbetrieb die zulässigen Grenzwerte hochgiftiger Stoffe um das siebenfache übersteigt. Oder durch die Pläne der RAG, die mit der Stilllegung der letzten Zeichen und deren Flutung sehendes Auges eine regionale Umweltkatastrophe riskiert, weil dadurch das Trinkwasser für Millionen Menschen durch den in den Zechen eingelagerten Giftmüll bedroht ist.

Aber diese Kundgebung und anschließende Demonstration mit ca. 180 Teilnehmern bewies auch: eine kämpferische Umweltbewegung, in der Stahl-, Automobil-, Bergarbeiter mehr und mehr eine prägende Rolle einnehmen, hat den Kampf dagegen aufgenommen und sieht sich als Teil einer internationalen Bewegung für die Rettung der Umwelt."

Es gab in Bottrop auch eine Live-Schaltung nach Marrakesch in Marokko, wo derzeit die Weltklimakonferenz stattfindet. An den Gegenaktivitäten beteiligen sich auch Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltgewerkschaft und der MLPD, was auf großes Interesse stößt. Während viele offizielle Regierungsvertreter nach der Wahl Trumps in den USA wie paralysiert sind, scheitern unter den Umweltaktivisten mehr und mehr Illusionen in die imperialistische Umweltpolitik.

Im Bericht aus Köln heißt es: "In Köln hatten der REBELL und die ROTFÜCHSE die Initiative ergriffen, für saubere Luft zu demonstrieren. Dem Aufruf folgten die MLPD, Courage, die Umweltgewerkschaft, Eltern und Kinder aus der Siedlung und Passanten, die zufällig unterwegs waren. Die ca. 30 Demoteilnehmer zogen von der Stegerwaldsiedlung über den Pfälzischen- und Clevischen Ring zum Wienerplatz. Wir protestierten laut gegen die schlechte Luft in Köln. Die Passanten und Autofahrer auf der anderen Seite und sogar die Polizei begrüßten den Protest."

Auch die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden sah die Umweltkämpferinnen und -kämpfer: "Mit Infoständen und einer Kundgebung machten wir in Wiesbaden auf den Übergang in die Klimakatastrophe aufmerksam. Teilnehmer waren der Jugendverband REBELL, die jungen Grünen und die MLPD. Aufgerufen hatte auch die ATIK. Der dreifache Salto rückwärts von Gabriel mit Punktlandung bei den Umweltverbrechern war eine Steilvorlage. Viele Themen wurden angesprochen: Die VW-Krise plus andere Autokonzerne, die Zukunft der Jugend, regionale Umweltkatastrophen und natürlich Donald Trump. Die Forderung nach einer Produktion in Einheit von Mensch und Natur wurde auch lebhaft diskutiert. Wir warben auch für das Internationalistische Bündnis."

Aus Ludwigsburg berichtet ein Korrespondent: "In vielen Punkten gab es Übereinstimmung mit Passanten am Stand der MLPD: Sinkendes Vertrauen in die Regierungen. Der 'Klimaaktionsplan' der Bundesregierung schont die Industrie und die Lasten des Ausstiegs aus fossiler Energiegewinnung sollen auf die Bevölkerung abgewälzt werden. Daraus ergab sich ein gesteigertes Interesse sich zu organisieren."

Aus Eisenach wird berichtet: "Zum Weltklimatag gab es in Eisenach heute vorm Rathaus einen Aktionsstand mit offenem Mikrofon. Mitglieder von Umweltgewerkschaft, Eisenacher Aufbruch, ÖDP und MLPD protestierten laut gegen die Klimapolitik der Regierung. Opelaner prangerten die klimaschädliche Dieselpolitik der Automonopole an, deren Scheitern nun die Beschäftigten zahlen sollen. Zehn neue Unterstützer fanden sich für das Internationalistische Bündnis, das als Internationalistische Liste/MLPD zur Bundestagswahl 2017 antritt und sich auch als echte Alternative in der Umweltpolitik vorstellte."

Eine Korrespondentin schreibt aus Tübingen: "Bei nasskaltem Wetter überraschten auf dem Tübinger Marktplatz die vielen Rotfüchse mit ihrem Sketch gegen das Bienensterben und sammelten Geld. Mit zwei Infoständen von Umweltgewerkschaft und MLPD waren wir am diesjährigen Umweltkampftag vertreten. Viele Passanten waren empört über die Umweltpolitik der Regierung. Aber auch die Wahl von Donald Trump in den USA beschäftigt viele auch bezüglich der Umweltpolitik."

Im Bericht aus Essen ist zu lesen: "Auf Initiative des BUND, der Umweltgewerkschaft und von Attac kam ein Bündnis zustande, das mit einem Aufruf unter der Losung 'Um die Rettung der Umwelt und des Weltklimas müssen wir uns selbst kümmern!' eine gemeinsame Kundgebung in der Innenstadt von Essen durchführte. Bei strahlendem Sonnenschein blieben viele Passanten stehen, so dass ständig ca. 50 Leute teilnahmen. In Dialogform sprachen die Vertreter verschiedener Organisationen die ganze Bandbreite der Klimafragen an."

Auch im Osten Deutschlands waren Umweltkämpferinnen und -kämpfer auf der Straße. So in Halle an der Saale: "Bei klirrender Kälte führten die Umweltgewerkschaft, der Jugendverband REBELL und die Umweltgruppe der MLPD Halle eine Aktion auf dem Boulevard von Halle aus Anlass des internationalen Kampftags zur Rettung der Umwelt durch. Die Umweltgewerkschaft und der REBELL konnten dabei neue Kontakte gewinnen und die MLPD viele Unterschriften für die Wahlzulassung der Internationalen Liste/MLPD sowie ihres jungen Direktkandidaten, des Gleisbauers bei der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG) Tassilo Timm."

Weitere Berichte kamen unter anderem aus Albstadt, Mannheim, Saarbrücken, Bremen, Darmstadt, Hamburg, Düsseldorf, Karlsruhe und München. rf-news wird in den nächsten Tagen weiter berichten - auch über internationale Aktivitäten.

"Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?"