Umwelt

16.11.16 - Ganze Ökosysteme geraten aus dem Lot

Wissenschaftler um den amerikanischen Ökologen Brett Scheffers haben im Fachblatt Science eine Analyse vorgestellt, die die Auswirkungen der Erderwärmung auf allen Ebenen dokumentiert - von Genen bis hin zu ganzen Ökosystemen. Ihr Fazit: "Vielleicht sollte man der Einfachheit halber nicht mehr fragen, wo sich der Klimawandel zeigt, sondern eher, wo er sich nicht zeigt." 82 Prozent der untersuchten Arten verändern sich klimabedingt. Einige Arten schrumpfen, da sie so überschüssige Wärme besser abgeben können. Verschoben hat sich unter anderem das Timing aller Wanderer im Tierreich: Zugvögel brechen früher zu ihren Sommerquartieren auf, ähnliches gilt für die Langstreckenzüge der Wale. Die Tangwälder an der Küste Australiens und Amerikas sind im Begriff abzusterben. Klimazonen klettern beständig in höhere Gefilde.

Quelle: The broad footprint of climate change from genes to biomes to people. Science, 11.11.2016