Umwelt

Hannover: Tribunal gegen Umweltverbrecher

Hannover (Korrespondenz), 16.11.16: Am Montag fand in Hannover anlässlich des Umweltkampftags ein öffentliches Tribunal statt unter dem Motto "Wir bringen Licht ins Dunkel – kriminelle Machenschaften und Umweltverbrechen von VW anklagen". An dem Tribunal beteiligten sich VW-Komitee, MLPD, Umweltgewerkschaft, Courage, die Aktionseinheit gegen Kleingartenvernichtung und Einzelpersonen.

Sie erhoben Anklage gegen VW in vier Anklagepunkten:

  • der wissentlichen und mutwilligen Volksvergiftung durch Feinstäube und Stickoxide
  • der Mittäterschaft von Regierung und Behörden
  • der Erpressung der Belegschaft durch das Ausspielen von Arbeitsplätzen und Umweltschutz und
  • der Profitwirtschaft auf Kosten von Mensch und Umwelt.

Sachkundig wurden die kriminellen Machenschaften und Umweltverbrechen von VW aufgedeckt. Dabei wurde deutlich: das beschränkt sich nicht auf VW. Eine Beschränkung auf Paragraphen wurde abgelehnt: wenn es kein Gesetz gegen Volksvergiftung gibt, ist es deswegen weniger kriminell? Gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf Belegschaft und Gesellschaft wurde gefordert, das Verursacherprinzip durchzusetzen.

Teilnehmer/-innen und Passanten verfolgten gespannt die Anklagepunkte und brachten eigene Erfahrungen und Anliegen ein. Die Aktionseinheit gegen Kleingartenvernichtung berichtete von ihrem Protest gegen die Schließung von Kleingärten zugunsten von Immobilienprojekten. Sie kritisierten die Versiegelung von immer mehr Flächen, die für die Luftqualität, den Artenschutz und die Naherholung gebraucht werden.

Mehrere Redner/-innen machten in der Abschlussdiskussion deutlich, dass VW im Sinne der Anklage schuldig ist. Das Internationalistische Bündnis wurde vorgestellt als Gegenrichtung zu der nach rechts gerückten Bundesregierung und zu den Machenschaften von VW.

Weitere bisher unveröffentlichte Berichte vom Umweltkampftag:

 (wird vervollständigt)