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Arbeiterinnen bei PepsiCo in Pakistan verteidigen Gewerkschaftsrechte

Arbeiterinnen bei PepsiCo in Pakistan verteidigen Gewerkschaftsrechte
(foto: IUL)

23.11.16 - Arbeiterinnen bei PepsiCo in Pakistan erklären, weshalb sie die Gewerkschaft brauchen, der der Konzern die Anerkennung verweigert! Weibliche Beschäftigte sind in dem Kampf für Gewerkschaftsrechte in der Fabrik von PepsiCo in Lahore äußerst aktiv gewesen und haben regelmäßig für die Anerkennung der Gewerkschaft und die Festanstellung demonstriert. Dennoch sind sie für manche anscheinend unsichtbar: im letzten Werksinspektionsbericht vom März 2016 wird ihre Anwesenheit in der Fabrik mit keinem Wort erwähnt. Der Bericht weist jedoch darauf hin, dass von den mehr als 1.500 Beschäftigten der Fabrik im vergangenen Jahr nur 134 fest angestellt waren.

Die Beschäftigten sind entschlossen, ihre Gewerkschaft zu verteidigen, die im Juli offiziell anerkannt wurde und Kollektivverhandlungsstatus erhielt. Anwar Bibi, Gewerkschaftsmitglied, erklärt:

"Ich arbeite seit fünf Jahren in der Abfallabteilung der Frito Lay-Fabrik von PepsiCo nach dem System 'Keine Arbeit, keine Bezahlung'. Ich bin jeden Morgen um 5 Uhr in der Fabrik, und wenn ich nur einige Minuten zu spät komme, bekomme ich die Arbeit nicht, weil eine andere Vertragsarbeiterin, die früher da war als ich, meinen Platz schon eingenommen hat. Wir versammeln uns jeden Tag zusammen mit den anderen Vertragsarbeiterinnen vor dem Fabriktor und fragen uns, ob wir Arbeit bekommen können. Wenn ich keine Arbeit kriege, habe ich meine Zeit verschwendet und muss auf eigene Kosten wieder nach Hause fahren. Das Unternehmen sagt, dass das nicht sein Problem ist - wer ist aber dann dafür verantwortlich?"

PepsiCo hat auf diese Forderung nach Rechten und Anerkennung mit der Schikanierung und Bedrohung von Gewerkschaftsfunktionären, Druck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aus der Gewerkschaft auszutreten, und der Gründung einer Scheingewerkschaft zur Usurpierung von Kollektivverhandlungsrechten reagiert.

Weitere Informationen und Online-Petition: "Act Now - Internationale Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-,
Catering-, Tabak- und anverwandter Arbeitnehmerverbände (IUL)"