Politik

Bundeswehr wirbt Schulabbrecher

03.12.16 - Auch wenn sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) selbst gratuliert: sogar Millionen teure Werbung wie aktuell mit "Die Rekruten" auf YouTube behebt den Personalnotstand der Bundeswehr nicht. "Im Juni 2016 hatten wir die kleinste Bundeswehr aller Zeiten", musste der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels feststellen.

Jetzt soll eine am 1. Dezember vorgestellte neue "Personalstrategie" helfen, dass die Bundeswehr "mehr Verantwortung in der Welt" übernehmen kann, so Noch-Bundespräsident Joachim Gauck. Unter anderem ist zukünftig der Hauptschulabschluss nicht mehr Mindestvoraussetzung für eine Verpflichtung. Zudem plant von der Leyen auch EU-Ausländer bei der Bundeswehr einzustellen.

Die SPD-Führung begrüßt die neue Personalstrategie. GRÜNEN-Sprecherin Agnieszka Brugger hat nur auszusetzen, dass die Pläne angesichts der Personalnot der Bundeswehr "hilflos" seien.

Bei MLPD und REBELL heißt es dagegen klar: "Keine Verpflichtung bei Bundeswehr, Bundespolizei und Polizei!"