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Lübeck: Breites Bündnis gegen faschistische Erdogan-Diktatur

Lübeck: Breites Bündnis gegen faschistische Erdogan-Diktatur
Kämpferische Demonstration in Lübeck fordert Freilassung der HDP-Abgeordneten in der Türkei (rf-foto)

Lübeck (Korrespondenz), 06.12.16: "Stoppt das faschistische Regime in der Türkei! Freilassung der HDP-Vorsitzenden und aller anderen politischen Gefangenen!" Mit diesen Hauptforderungen demonstrierten ca. 300 fortschrittliche Menschen in der vom Weihnachtstrubel vollen Innenstadt. Aufgerufen zu der dritten Demonstration innerhalb von drei Wochen hatte dieses Mal ein breites Bündnis von 12 Organisationen, darunter NAV-DEM, MLPD, Friedensforum, GAL, VVN und das Flüchtlingsforum.

Bei weitem am stärksten vertreten waren Kurdinnen und Kurden, die lautstark den Faschismus in der Türkei anprangerten. Auch Aleviten und weit mehr Deutsche als sonst kamen. Die Passanten wurden durch kurze Ansprachen informiert und es wurde die Forderung erhoben, dass die Bundesregierung die diplomatischen Beziehungen zum faschistischen Erdogan-Regime abbricht und das PKK-Verbot aufhebt.

Auf der Abschlusskundgebung prangerte ein Vertreter der Linkspartei aus Hamburg die Verbrechen des Erdogan-Regimes an, blieb allerdings dabei stehen. Damit vermittelte er den Eindruck von einem lediglich leidenden türkischen und kurdischen Volk. Nach ihm sprach ein Vertreter der MLPD. Er hob hervor, dass Kurden und Türken stolz sein könnten auf ihren Befreiungskampf. So grausam die Errichtung des Faschismus in der Türkei ist, so ist sie vor allem eine Reaktion auf den erfolgreichen Befreiungskampf in Rojava und die gewachsene Stärke der fortschrittlichen Bewegung in der Türkei, die sich in Wahlerfolgen für die HDP ausdrückte. Mit den Rufen "Wir stehen voll auf der Seite eures Befreiungskampfes" und "Hoch die internationale Solidarität" wurde die kämpferische Kundgebung beendet.