Politik

VVN tritt faschistoider Hetze entschlossen entgegen

10.12.16 - Die Esslinger Kreisvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) wendet sich entschieden dagegen, dass am 18. und 19. Februar 2017 in Esslingen der sogenannte Listenparteitag der AfD stattfinden soll.

"Rechte Hetze darf in einer toleranten Stadt wie Esslingen, in der seit Jahrzehnten Einheimische und Migranten zusammengewachsen sind, keinen Platz haben. Und auch sonst nirgendwo!" erklärt der Sprecher der VVN-BdA Kreis Esslingen, Thomas Trüten. Weiter heißt es in der Pressemitteilung:

"In ihren Reihen duldet die AfD auch Personen, die Sympathien mit offen faschistischen Positionen und Beziehungen zu diesen Kreisen haben. Die AfD bereitet den Boden für Rassismus, Antiislamismus, Nationalismus und Homophobie und greift alle gesellschaftlichen und demokratischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte an und geht gegen eine offene und demokratische Gesellschaft vor. In Stuttgart war sie in den vergangenen Jahren federführend an den reaktionären Protesten gegen den Bildungsplan beteiligt. Die Hetze gegen Geflüchtete und der Angriff gegen das Grundrecht auf Asyl ist eines der markantesten Beispiele für die Menschenverachtung der AfD. Dabei widerspiegelt die AfD nicht nur eine zunehmende Verrohung im politischen und gesellschaftlichen Diskurs, sondern treibt diese bewusst voran. In ihrem Programm steht die AfD für Abschaffung sozialer Standards, Verschlechterungen im Umweltschutz, im Datenschutz und vieles mehr. Wer die Leidtragenden sein würden, liegt auf der Hand: Geringverdiener, Leistungsschwächere, Behinderte, Alte … vollkommen gleichgültig, welcher Herkunft."

Die VVN-BdA fordert, der AfD die Räumlichkeiten zu kündigen. Sie ruft dazu auf, ein breites Bündnis gegen die AfD zu bilden und unterstützt das Treffen dazu am 13. Dezember 2016 um 18.30 Uhr  im Gewerkschaftshaus in der Julius Motteler Straße 12 in Esslingen.