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04.02.16 - London: "Geberkonferenz" gestartet

Bei den Genfer Gesprächen sollte die imperialistische Befriedung des Brandherds Syrien vorankommen; daraus wurde nichts, die zwischenimperialistischen Widersprüche um den Einfluss im Nahen und Mittleren Osten ließen sich bisher nicht entschärfen. Jetzt findet in London eine sogenannte Geberkonferenz statt. Mit den Geldern sollen Hilfsorganisationen in Syrien und den Nachbarländern Kriegsopfer versorgen, damit sie nicht nach Mitteleuropa fliehen. Deutschland verpflichtet sich zu 2,3 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren. Großbritannien und Norwegen hatten zuvor umgerechnet etwa 2,6 Milliarden Euro bis 2020 zugesagt. Früher zugesagte Gelder wurden oft nicht bzw. teilweise nicht wirklich bezahlt. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und das Welternährungsprogramm WFP mussten wegen Geldmangels die Lebensmittelrationen in den Flüchtlingslagern in Libanon oder Jordanien drastisch kürzen.