Umwelt

Heuchelei um den Hamburger Autogipfel

Heuchelei um den Hamburger Autogipfel
Das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg (foto: Ajepbah/CC BY SA.3.0.de)

Hamburg (Korrespondenz), 05.02.16: Den Hamburger Autogipfel kann man sicher auch als eine Reaktion auf den VW-Skandal und den Stickoxidalarm in Stuttgart sehen. An ihm nahmen die Konzernchefs der Automobilkonzerne, Verkehrsminister Alexander Dobrindt und die Bürgermeister der größten Städte teil.

Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz verlangte im Rathaus saubere Autos und droht mit Fahrverboten. Seine Taten strafen ihn als Lügner und erweisen ihn als Dienstleister der Monopole. Die Forderung nach abgasfreien Autos ist richtig, aber wenn der Hamburger Senat gleichzeitig den Betrieb des Kohlekraftwerks Moorburg erlaubt, das mehr CO2 als der gesamte Hamburger Straßenverkehr und die Hamburger Fabriken zusammen ausstößt, dann ist das pure Heuchelei.

Weiter enthüllte das „Hamburger Abendblatt“, dass von den vom Senat geplanten Elektro-“Tankstellen“ in Hamburg nur die Hälfte eingerichtet wurden. Der Senat sitzt die Luftbelastung mit Stickoxiden, die den EU-Grenzwert an allen Messstationen permanent deutlich übersteigt, trotz rechtskräftiger Verurteilung einfach aus. Es stünde nicht in der Macht des Senats, hier was zu verändern.