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Israelische Armee zerstört EU-finanzierte Beduinen-Unterkünfte

Israelische Armee zerstört EU-finanzierte Beduinen-Unterkünfte
Das Bild zeigt einen Beduinen, der 2011 in den Trümmern seiner Hütte nach Habseligkeiten sucht. (foto: picture alliance / EPA / Abed Al Hashlamoun)

02.02.16 - Die israelische Armee hat Hütten im Beduinendorf Jabal al-Baba im Westjordanland abgerissen. So etwas passiert dort öfter - bekommt aber diesmal viel Aufmerksamkeit. Denn die EU hat die Hütten finanziert und sie liegen in einem Gebiet, in dem Wohnungen für jüdische Siedler geplant sind - diese würden das Westjordanland zweiteilen.

Es ist kein Einzelfall, dass Israel Beduinendörfer mit Bulldozern abreißt. Jabal al-Baba ist ein Ort ohne Straßen, ohne Ortsschild, es sind nur ein paar Baracken, im steinigen Hügelland östlich von Jerusalem. Wer auf der Autobahn in Richtung Jericho und Totes Meer fährt, kann viele dieser Beduinen-Orte sehen. Die Ziegen finden hier kaum etwas zu fressen.

In Jabal al-Baba ist jetzt das passiert, was die Menschen schon seit langem befürchten. Die israelische Armee hat Bulldozer anrücken lassen. Für die Behelfsbauten, in denen allein in Jabal al-Baba rund 300 Menschen leben, gebe es keine Genehmigung.
"Wir wurden überrumpelt, die israelischen Soldaten haben die Bewohner rausgeholt und ihre Häuser zerstört. Die Leute konnten nichts von ihrem Besitz retten, die Kinder haben geschrien, aber das war den Soldaten egal. Sie waren brutal und haben vier der Hütten abgerissen, dann sind sie abgezogen." ...