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13.12.16 - Köln: Flüchtlinge kämpfen gegen Quarantäne

In einer Kölner Turnhalle wurden vor kurzem 200 Flüchtlinge unter Quarantäne gestellt. Der Grund: Keuchhusten, Windpocken und Scharlach grassierten. Kein Wunder: Die Halle ist kalt, die hygienischen Zustände sind miserabel, verstopfte Toiletten usw. In der Halle gibt es keinen einzigen Sichtschutz, obwohl dort Frauen und Kinder leben. Jetzt setzten sich 40 Flüchtlinge über das Ausgangsverbot hinweg und belagerten das Amt für Wohnungswesen. Stundenlang blieben sie dort, informierten Passanten und Presse mit Videoaufnahmen über die katastrophalen Zustände. Erst nachdem Amtsleiter und Gesundheitsamt zugesagt hatten, direkt am nächsten Tag vor Ort zu kommen und die dringendsten Probleme zu beseitigen und vor allem schwer Erkrankte in menschenwürdige andere Unterkünfte zu bringen, zogen die Flüchtlinge wieder in die Turnhalle zurück. Ein erster kleiner Erfolg!