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Chile: Polizei schießt Mapuche-Jungen in den Rücken

Chile: Polizei schießt Mapuche-Jungen in den Rücken

Der schwer verletzte Brandon Hernandez Huentecol wird ins Krankenhaus gebracht (foto: screenshot)

Hattingen (Korrespondenz), 23.12.16: In Chile hat ein Polizist einem 17-jährigen Jungen in den Rücken geschossen. Ort des Geschehens ist Curaco eine Kommune von Indigenen der Collipulli in der Region der Araukaner. Das ist die sogenannte „Zona roja“ (rote Zone), weil dort der Widerstand der Urbevölkerung Chiles im Kampf um ihre Ländereien und gegen den Verkauf an ausländischen Energie Investoren u.a. am stärksten organisiert ist.

Am 20. Dezember gab es - wie immer öfter - polizeiliche Präsenz mit Militärfahrzeugen in der kleine Kommune Curaco. Mehrere Polizisten setzten die einfachen Bauernfamilien in Angst und Schrecken. Sie halten ohne Grund gewaltsam Kinder an und verdrehen ihnen die Armen um die Mapuche-Familien aufzuschrecken. Ein 13-jähriges Kind schrie um Hilfe, dann kam sein Bruder Brandon Hernández Huentecol, 17 Jahre alt, zu Hilfe. Er wurde mit dem jüngeren Bruder durch einen Unteroffizier der Polizei zur Boden gedrückt; dabei schoss der Polizist 140 Bleikugeln in den Rücken des 17-Jährigen. Angeblich hat sich die Waffe selbständig gelöst.

Der Polizist wurde festgenommen aber wieder frei gelassen, da der Fall erst untersucht wird. Der Junge liegt schwer verletzt im Krankenhaus und wurde mehrere Male operiert. In der Region der Mapuches haben sich spanische, italienische, australische, brasilianische, US-amerikanische, chilenisch/kanadische Energiekonzerne angesiedelt.

Am Dienstag, den 20. Dezember, hat eine Frauengruppe in Santiago de Chile eine Beschwerde an die Generaldirektion der Polizei eingereicht, sie verlangen unter anderem Gerechtigkeit.

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