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München: Demo gegen reaktionäre Flüchtlingspolitik

München: Demo gegen reaktionäre Flüchtlingspolitik
rf-foto

München (Korrespondenz), 28.12.16: Bei klirrender Kälte fand in München die Demo mit dem schönen Motto "Wir sind alle von wo" statt, zu der das Flüchtlingshilfsprojekt Bellevue di Monaco mit einem breiten Bündnis aufgerufen hatte. Die Initiatoren erinnerten an die erste große Münchner Anti-Pegida-Demo unter diesem Motto exakt vor zwei Jahren. Damals waren an die 20.000 Münchner dem Aufruf gefolgt.

Sehr treffend stellte Matthias Weinzierl vom Bayerischen Flüchtlingsrat die Situation der afghanischen Flüchtlinge in den Mittelpunkt. Sie lebten jetzt ständig in der Gefahr, abgeschoben zu werden. "Wer behauptet, in Afghanistan gebe es sichere Gegenden, der lügt", schloss er kämpferisch unter kräftigem Applaus.

Gegen die Abschiebung in sogenannte "sichere" Herkunftsländer wendeten sich auch das Internationalistische Bündnis, MLPD und Jugendverband REBELL. Besonders das Auftreten des REBELL kam sehr gut an. Auf Tafeln wurde die reaktionäre Flüchtlingspolitik der Bundesregierung angegriffen, was viele Jugendliche sehr anziehend fanden und auch dem SZ-Fotografen gut gefiel. Die Aktion kam in die Fotostrecke von SZ-Online.

Viele der Teilnehmenden kamen selbst aus der Solidaritätsbewegung für Flüchtlinge und zeigten mit ihrer Unterschrift große Zustimmung für das Internationalistische Bündnis. "Man kann nicht für jeden einzelnen von Abschiebung Bedrohten, eine Petition starten", darüber wurden wir uns schnell einig. Man muss den ganzen Rechtsruck der Regierung ins Visier nehmen und dafür den Zusammenschluss suchen. Nur so wird man eine wirkungsvolle Kraft.

In diesem Sinne warben die Rebellen für Ihre Petition "Gegen die Abschiebung in sogenannte 'sichere' Herkunftsländer", die man auf www.change.org online unterstützen kann.